Das Thema der Szene im Monat November: Homophobie und gewalttätige Übergriffe gegen Schwule und Lesben.
Die Siegessäule hat ein Dossier Homophobie (siehe Startseite) zusammengestellt. Diskutiert mit und postet hier eure Kommentare!
Das Thema der Szene im Monat November: Homophobie und gewalttätige Übergriffe gegen Schwule und Lesben.
Die Siegessäule hat ein Dossier Homophobie (siehe Startseite) zusammengestellt. Diskutiert mit und postet hier eure Kommentare!
Ja finde es gut, dass verstärkt über Homophobie diskutiert wird und es zum Thema gemacht wird. Wir leben zwar in einer offenen Stadt und ich bin auch überaus glücklich, dass ich als Schwuler in Berlin leben kann und nicht in der deutschen Provinz, aber auch hier gibt es anscheinend immer wieder Angriffe auf Schwule und Lesben. Allerdings muss ich hier (zumindest in Berlin) feststellen, dass Angriffe dann doch viel häufiger von Ausländern mit islamitischen Hintergrund verübt wurden. Zumindest musste ich diese Erfahrung machen. Die drei Male, ( in den letzten acht Jahren) wo ich nicht wirklich Opfer von Gewalt war, aber zumindest recht böse angemacht wurde, (einmal wurde mir direkt ins Gesicht gespuckt, einmal gegen das Schienenbein getreten und ich wurde verbal als Schwuchtel attackiert) war es zumindest von türkischen Jugendlichen. Okey jetzt bin ich ausländerfeindlich, aber auch nach allem was ich in der Presse lese ist es so. Okey klingt jetzt vielleicht scheinheilig, aber ich lebe gern in Berlin, gerade auch weil es hier recht multikulturell ist und ich mag Ausländer und denke das Zusammenleben bereichert auf jeden Fall die Stadt. Aber es sind Ausländer (vorwiegend islamistisch oder aus der ehemaligen Sowjetunion stammend), die mich oder uns wenn auch nur verbal bedrohen, und ich denke das ist ein Problem. Was zu tun ist, weiß ich allerdings auch nicht. Hm.
Ich finde es eigentlich nur noch traurig,wenn man die Dinge nicht mehr beim Namen nennen darf.Auch meine Erfahrung deckt sich mit meinem Vorblogger.Es waren in den 3 Fällen in denen ich als Schwuler beleidigt wurde,weiter ging es Gott sei Dank nie,jedesmal Türken oder Araber.Wieso ist das ausländerfeindlich dies zu benennen?Ich kann doch nichts dafür dass es so ist.Und das hat doch nichts mit auländerfeindlichkeit zu tun.Wenn jemand sagt Russen-oder Italienermafia unterstellt man ihm das doch auch nicht.Wir Schwulen tun immer so als müßen wir politisch überkorrekter sein als Claudia Roth.Sprecht einfach aus wer die Schwulenklatscher sind,dann sind wir schon einen Schritt weiter und das heißt keinesfalls das alle Türken und Araber schwulenfeindlich sind,ich habe Freunde und Bekannte in beiden “Lagern”,auch Heteros.
Politische Korrektheit ist falsch am Platz! Ich bin im Besitz einer Zeitungsausschnitt-Dokumentation über Morde an Schwulen, seit den 50er Jahren in der Schweiz (Zürich). Schon damals waren (dort italienische) Migranten unter den Tätern zu finden!
Es gehört zum vollständigen Bild, zu sagen, dass auch Migranten unter ihrer eigenen Kultur leiden. Wir haben schliesslich auch unter dem Katholizismus gelitten.
Leider ist die Diskussion um sexuelle Übergriffe auf Kinder immer schnell eröffnet, wenn es aber um sexuell motivierte Übergrifffe auf Schwule (auch Kinder und Jugendliche!) geht, herrscht eisiges Schweigen! Dabei sind auch junge Frauen als Mittäterinnen zu finden.
Letztlich ist es das heterosexuelle System der Ausgrenzung, was das Problem ist. Da sind eben ALLE beteiligt. Und nicht zuletzt verteidigen auch Schwule gegens ich selbst dieses System und das Totschweigen der Homosexualität, die ja mitten in dem System lebt und von vielen Heteros auch “mitgenutzt” wird.
Hä, Diskussion? Vielleicht sollte erstmal eine These aufgestellt werden (gerne auch polemisch verschärft)bevor man anfängt zu diskutieren. Ansonsten könnte man auch schreiben, ob man es gut oder schlecht findet, dass Homophobie mit ph und nicht mit f geschrieben wird.
Hallo amü ? Aber kannst Du denn nicht lesen ? Es geht hier darum (zumindest in den Beiträgen vor Deinem), ob es vorwiegend “Ausländer” sind, die verantwortlich sind für Gewalt gegenüber Schwulen. Ich finde ehrlich gesagt, dass ist schon eine recht riskante These!
Mich interessiert diese Diskussion sehr, ob zu den homophoben Gewalttätern mehrheitlich Migranten und hier insbesondere Muslime gehören oder nicht.
Teilweise habe ich bei der Klärung dieser Frage den Eindruck gewonnen, dass man sofort in die “rechte Ecke “gestellt wird, wenn man leider für sich zu eben genau dieser Schlußfolgerung gelangt…WIESO eigentlich? Weil nicht sein kann was nicht sein darf? Genausowenig wie ich mir von “Rechten” den Mund verbieten lasse, erlaube ich es auch “Linken” oder “alternativen Gutmenschen” nicht, mich auf diese infame Weise zu denunzieren.
Ich war ebenfalls auf der Veranstaltung im Schwuz und was da teilweise für Aggressionen gerade von meiner Einschätzung nach ziemlich “schicki-Micki-ach-wie ist-es-so-toll-links-und-dabei-auch-noch-lesbisch-zu sein-” Frauen der Necla Kelek entgegenschlugen, die in der Behauptung einer Englisch sprechenden Diskutantin gipfelte, in den vielen moslemischen Gemeinden, in denen sie gewesen sei, könne man überall herrlich sexuell selbstbestimmt leben..DAS zog einem fast die Fußnägel hoch!
Leider scheint es auch so, dass solche Diskutanten weder lernfähig sind, noch den Intelligenzquotienten besitzen, Einsicht in eine falsche Denke zu zeigen, wenn (GOTTSEIDANK)Frauen, die mit dieser Materie Tag für Tag zu tun haben und die auf dem Podium saßen, ihnen das genaue Gegenteil aus ihren jahrelangen professionellen Forschungen und Streetwork beweisen können.
Aus meinem weiteren und engeren Bekanntenkreis wurden 3 Freunde Opfer von türkischen bzw. arabischen Gewaltätern, ich selbst wurde vor Jahren von zwei Albanern vor dem Betreten einer schwulen Diskothek angegriffen. Da dürfen Schlußfolgerungen, zu denen ich pers. gelange, schon erlaubt sein, oder? Das heißt ja nicht gleichzeitig, dass ich über solche Erkenntnisse froh wäre!
Mich nervt es als deutscher Schwuler auch ungemein, dass wir, kaum dass wir zu einem normaleren Umgang zwischen Heten und Schwulen/Lesben in Deutschland gelangt sind, uns nun darum bemühen dürfen, von Migranten, die aus unterschiedlichen Gründen in die BRD kamen, um Verständnis für UNSERE Lebensweise zu “bitten”. Eigentlich dächte ich, dass JEDER, der in diesem Lande lebt, die Rechte des Anderen und dessen sexuelle Selbstbestimmung gefälligst zu achten hat. Dass Deutschland kein muslimisches Land ist..und infolgedessen auch eine andere Werteordnung in vielen Bereichen hat, konnte doch für viele Migranten keine Überraschung gewesen sein..und für deren kinder doch wohl erst recht nicht!
Die Motive, die zu homophober Haßgewalt führen, sind MIR letzten Endes herzlich wurscht..ICH kann Bastian Finke von MANEO nur Recht geben, wenn er fordert, dass Schwule und Lesben berechtigt sind, von diesem Staat (zur Abwechsklung einmal!) die Durchsetzung von Recht und Gesetz bei der Bekämpfung von homophober Haßgewalt zu fordern.
Bis dahin kann ich pers. nur jedem raten, sich keinesfalls selbst zum Opfer zu machen oder sich etwa nicht zu wehren, wenn er angegriffen wird. Schreit, macht auf Euch aufmerksam, wenn man Euch ans Leder will, brüllt nach der Polizei aber haltet um Gotteswillen nicht auch noch die andere Wange hin!
Na nun aber mal halblang: Sind es nur die Ausländer die schwulenfeindlich sind?. Okey ich denke auch man sollte die Dinge beim Namen nennen und wenn man denkt, dass es vorwiegend Muslime sind die gewaltbereit sind gegen Schwule, okey dann sollte man das auch benennen können, richtig. Aber ist die Sache damit erledigt? Scheint mir bei den Beiträgen hier etwas so der Fall zu sein. Ich denke das Grundproblem liegt definitiv nicht bei den sogenannten Ausländern, sonder in unserer Gesellschaft. Und Gewalt gegen Schwule fängt nicht da an, wo ein Schwuler geschlagen wird, sondern es fängt bei der Grundeinstellung die vorwiegend in der Gesellschaft herscht an und da ist es 2008 leider immer noch nicht völlig normal schwul oder lesbisch zu sein. Ein Großtei der deutschen Bevökerung hat immernoch Vorbehalte gegebüber Schwulen und ich glaube auch Angst. Oder kennt jemand jemanden der sagt: Hey super, mein Sohn ist schwul, meine Tochter ist lesbisch, klasse. Also ich denke da ist noch viel Aufklärungsarbeit in Schulen und ich weiß nicht wo zu leisten und das vor allem auch bei der deutschen Bevölkerung. Okey Berlin ist hier vielleicht etwas liberaler und etwas offener, aber wie schon im ersten Beutrag ziu lesen im Großteil der sogenannten Provinz (Dortmund, Düsseldorf und München mal eingeschlossen) herscht heir noch Defizit! Ps. Gruß aus Hamburg.
Meine Bekannten aus Holland berichteten mir bereits vor einiger Zeit, dass in Amsterdam die Schwulen schwer auf dem Rückzug sind wegen oben genannter Homophobie eines ganz bestimmten Kulturkreises. In ein paar Jahren haben wir solche Zustände auch in Berlin, das will nur heute verständlicherweise keiner wahrhaben.
In Hollland ziehen sich die Schwulen zurück, weil sie Angst vor den Ausländern (dem bestimmten Kulturkreis) haben?? Wie soll ich das denn verstehen?
Habe gerade Euren Beitrag über Homophobie im Abgeordnetenhaus gelesen und es stimmt, es ist schwierig, wenn der CDU Typ sagt, dass das Problem zum Beispiel vor allem bei Migranten sei und sie dazu auffordert, sich in diese Gesellschaft zu integrieren, in der menschenverachtende Einstellungen nicht akzeptabel wären, denke ich Mensch der Typ hat Recht …. und oh eh was ist los mit mir ich geben einen Typen von der CDU Recht, – naja es ist schwierig, ich denke das Problem ist eben keinesfalls gelöst, wenn man es mal eben den bösen Ausländern zuschiebt und quasi so tut als sei es sonst nicht vorhanden, so einfach ist es eben nicht. Und das macht die ganze Debatte Ausländer hin und her schwierig. ……….
am 13.1.09 las ich in der Berliner Zeitung
Homosexuelle zeigen selten Gewalttaten an
Viele Übergriffe werden der Polizei nicht bekannt.
was aber ist, wenn man es anzeigt das man von 5 Südländern homophob angepöbelt wird, wie mir auf dem letzten Motzstrassenfest passierte und die Polizei keine Lust hat was zu unternehmen. Es artete dann so aus, dass als ich auf eine Antwort bestand warum nichts unternommen wurde ich dermassen misshandelt wurde, dass ich 4 Wochen krank geschrieben war. Das ich gefesselt wurde , das man mich wie ein Schwerverbrecher meine Fingerabdrücke abgeben muste u. mich ablichten lassen muste. 3 Stunden gefesselt war u. dann wurde mir Blut abgenommen. Jetzt vor 3 Tagen erhielt ich einen Strafbefehl das ich einer Diensthandlung mit Gewalt Widerstand geleistet hätte. Was nützen die ständigen Aufrufe, das jede noch so kleine Beleidigung angzeigt werden soll , wenn hier einem sowas geschieht.
Ich bin mittlerweile der Auffassug, dass solche Verhaltungsweisen an die Öffentlichkeit gehören gerade weil die Polizei zur Zeit sich eh nicht von der besten Seite zeigt. Diese Häufung gab es sicherlich auch in der Vergangenheit nur wurde sie nie bekannt. . DW
eh.. bookmarked.