geld und ergo auch liebe sind vorhanden, voila:
als nächstes will man ruhm, oder wenn man nicht allzuviel zu bieten hat (also kein berühmter physiker oder herzspezialist etc etc ist), will man zumindest eine celebrity sein (berühmt dafür, dass man berühmt ist so wie paris hilton oder madonna). so etwas ist relativ einfach – du kaufst mit deinem ganzen geld eine zeitung oder einen tv-sender und plazierst dich dort von morgens bis abends; du kannst auch filme finanzieren und dich zum star deiner eigenen filme machen.
okay, jetzt hat du geld, liebe und berühmtheit. aber nun mal ehrlich, hinter deinem rücken machen sich die leute über dich lustig. also was nun? die antwort heisst: macht. und nun kommt´s – du hast alles: geld, liebe, berühmtheit und macht. aber wärst du dann glücklich? ich sage dir: nein. du würdest wahrscheinlich extrem neurotisch oder irgendwie wahnsinnig und auf jeden fall vollkommen unerträglich werden, auch für dich selbst. es gibt in der geschichte jede menge beispiele von leuten, die alle vier dinge hatten und wahnsinnig wurden. es ist einfach so: in unserer gesellschaft ist einfach nie jemand mit irgendetwas zufrieden. gut, bettelmönche und yogis mögen zufrieden sein, aber eigentlich glaube ich nicht daran. sie wollen unendliche weisheit oder sie wollen wundertäter sein oder sie wollen aus wasser wein machen. aber sie sind – wie wir alle – unvollkommen, und es gibt eben immer etwas, was man noch dazu haben will. mensch zu sein mit all diesen nicht zu befriedigenden emotionen, finanziellen, physischen und sexuellen wünschen ist wirklich nicht einfach.
wenn das ultimative ziel im leben das glück ist, dann musst zu zugeben, dass einzellige lebewesen besser dran sind als wir. eintagsfliegen, ameisen, kakerlaken und bazillen sind wahrscheinlich immer glücklich. sie sind uns überlegene schöpfungen, sie singen nicht den Blues.








wo bliebe die Kunst ohne Blues?