Chère Manuela,
Ich weiss, wer sie sind. Ich meine, die beiden auf dem Foto, das deinen (übrigens sehr guten) Artikel über Fisting in der Januar-Februar Ausgabe von L-Mag, dem bundesweiten Magazin für Lesben, illustriert. Ich werde es dir verraten, weil diese zwei schönen, aber ja schwarzen Flecke nicht zu erkennen sind. D’accord, das Foto dürfe nicht zu explizit sein, hast du mir erklärt. Verstehe. Mir geht es auch nicht darum, daran zu appellieren, in der L-Mag eine explizite Fisting-Szene zu zeigen. Falsches Medium. Aber ein bisschen menschliche Haut – auch im Schatten? (*kopfkratz*). Krass, wenn man an die schwulen Anzeigen in der Sieggesäule denkt, wie explizit diese sind. Ok, L-Mag lebt nicht einzig und allein von Werbung sondern muss sich als Kaufmagazin auf die LeserInnen einstellen – und diese könnten eine zu deutliche Abbildung von weiblicher Sexualität vielleicht ungern sehen. Vor allem verstehe ich, dass laut Gesetz auch Erwachsene nicht gegen ihren Willen von pornografischen Darstellungen Kenntnis nehmen müssen sollen (*kopfkratz**komische Grammatik hier*). Aber meiner Ansicht nach gibt es zahlreiche Abstufungen, Erotik zu zeigen, lange bevor wir bei Pornografie landen. Non? Ich weiss auch, dass HändlerInnen, wäre L-Mag generell zu sexy, das Heft leider falsch einschätzen und es in die Porno-Ecke stellen könnten. Wie es dem schwulen Kaufmagazin “Du & Ich” dummerweise oft passiert. Interessant hier, dass sich “Du & Ich” anscheinend damit abfindet. Genauso wie die französische schwullesbische Zeitschrift “Têtu”, die ausschliesslich muskulöse, oben ohne Gayboys als Cover zeigt und in rund 140 Ausgaben nur zweimal einer (bekleideten) Frau das Titelblatt zugestand – zuletzt im September 2008 war es Mylène Farmer, die sich mit weissem Schaum das Gesicht rasierte.
(Manuela Kay: Chefredakteurin von L-Mag)
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