dear possums, zunächst ein wort in eigener sache und zu eurem wohle.
schüchternheit ist eine tugend, die nie belohnt wird, und der weg zum gesellschaftlichen erfolg (ob im auswärtigen amt oder in der letzten blowjob-kaschemme) ist charmante unverschämtheit. mir ist das zwar nie so richtig gelungen… und nun gehe ich auf die 50 aus der falschen richtung zu… aber glaubt es mir trotzdem. deshalb jetzt etwas eigenwerbung: im aktuellen l-mag meine gedanken zum verhältnis schwule und lesben nachlesen!
ansonsten zum thema erfolg: “wer grosses wagt, setzt unvermeidlich seinen ruf aufs spiel.” (vauvenargues)
oder auch:
“ein junger mann, der heiraten wollte, fragte seinen onkel um rat, einen alten höfling aus dem gefolge des prince of wales. “niemand will dich heiraten, so wie du bist”, sagte sein onkel. “du brauchst schliff, ein persönliches aroma. besorge dir ein haus, lerne etwas über einrichtung und malerei, kauf die neuesten bücher, höre musik; du musst die richtigen gäste einladen und wissen, wie man einen trockenen martini mixt. dann hast du etwas zu bieten, und die richtigen mütter werden sich um dich reissen.” der junge mann tat, wie ihm geheissen, und etwa fünfzehn jahre später meldete er sich erneut bei dem greisen wochenendler in fort belvedere, dessen alte augen nun meist feucht von tränen oder vom alkohol waren.
“mein haus ist fertig”, krähte der junge mann aufgeregt. “die bilder sind die reine seligkeit, die einbände aus grünem maroquin fangen das licht der abendsonne ein; meine louis-seize-kommoden wölben sich in den nischen, malvern water und bisquits stehen neben jedem bett, und in jeder toilette wird das toilettenpapier, lose arrangiert aus parfümierten blättern, mit einem bunten stein beschwert. ladys weinen sich in mein leben hinein und husten sich wieder hinaus; niemand, der zum luncheon kommt, weiss hinterher noch, was er dort gesagt hat. endlich bin ich eine perfekte partie. was soll ich tun?”
der alte beau lachte und zündete sich seine dritte zigarre an. “nur weiter so”, sagte er schmunzelnd. “ich glaube, dich haben wir aus dem gröbsten raus.”







