Die Teddy-After-Party im Haus der Kulturen der Welt rockte. So stand gestern Nacht nicht nur Peaches auf der Bühne, auch Joey Arias, Drag Queen aus New York, ließ es sich nicht nehmen, „whole lotta love“ ins Mikro zu schmettern. Der Saal bebte! Nur für das Teddy-Jury-Mitglied aus New York, Stephen Kent Jusick, war das wohl fast schon „normal“: „Well, I know her show and I know she´s fantastic!“ Auch Eike von Stuckenbruck, das junge Ausnahmetalent von BASE, der mit seiner Artistik noch kurz vorher das Publikum der Verleihung begeisterte, hatte sichtlich Spaß. Ernste Töne dagegen von John Hurt, der den dieses Jahr zum ersten Mal vergebenen Teddy für die beste darstellerische Leistung (An Englishman in New York) erhielt. Er sagte gegenüber der Siegessäule: „Um ehrlich zu sein, habe ich keine wirklich besondere Beziehung zur schwulen Filmszene. Zwar spielte ich bereits schon einmal 1975 Quentin Crisp und habe in zwei weiteren großen Kinofilmen, sowie einer Dokumentation zum Thema Homosexualität mitgewirkt, aber ich setze mich generell für Außenseiter und Minderheiten ein. Ich möchte der Welt zeigen, dass es keine Grenzen in der Vorstellung geben sollte, wie man sein Leben lebt!“ Dies bezieht der Star ebenso auf sein Schaffen in Theaterproduktionen: „In vielen meiner Rollen zeige ich, wie schwer es ist, ein unterdrücktes Leben führen zu müssen!“
mivo










