Eine Chance gebe ich dem Klub Loreley noch, dachte ich mir. Immerhin gab eine Party dort ein „Auswärtsspiel“, die ich ganz gerne besuche, nämlich „Poppourri“, die sonst im Magnet stattfindet. Da der Mai fünf Freitage hatte und es nur vier feste Veranstaltungen gibt, baten die Betreiber um das kleine Gastspiel zum Monatsende.
Gleich vorweg: Es war etwas los. Zumindest soviel, wie bei keiner anderen der Partys, die ich dort bisher besuchte. Aber dieses „los“ war immer noch zu wenig. Wie üblich blieb die große Lounge im Hinterbereich abgeschlossen – bisher, scheint mir, war sie nur zur Kluberöffnung zugänglich. Es lohnt sich einfach nicht, sie zu öffnen, damit die wenigen Gäste sich nicht komplett verlaufen. Ebenso, wurde mir zumindest gesagt, scheint eigentlich nur die Party „Bollox“ einigermaßen zu laufen, während andere Partys wie „Sell Fish“ sich schon verabschiedet haben. Was ist nur los?
Es scheint, die Loreley kommt einfach nicht in Gang. Nach vier Monaten könnte man das eigentlich erwarten, aber vielleicht ist der ausgebrannte Flair des ehemaligen Kinzos nicht restlos verflogen. Und jetzt steht der Sommer an, wo man so ziemliche jede Location einem dunklen Kellerklub vorzieht. Es sieht düster aus für die Loreley.
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Für die schöne Lounge müssen sich die Herren Betreiber was ausdenken, is richtich. Aber wenn der Laden rockt, rockt er so, wie nur ein 1-Raum-Club rocken kann, weil nämlich alle dabei sind. Das klappt bei Bollox wie fast nirgends sonst in Homo-Berlin. Und unser poppourri-Gastspiel fand ich auch mehr als ordentlich ehrlich gesagt, selbst abzüglich Veranstalter-Bias, behaupte ich einfach mal. Insofern… würde ich mit dem Totsagen noch ein Momentele warten!
Ich gebe Hans recht. Ich finde, die Loreley hat durchaus Potenzial. Die (sehr schön gewordene) grüne Lounge ist im Moment tatsache ein toter Raum, was unheimlich schade ist. Leider kann da bislang keine Musik gemacht werden, aufgrund des fehlenden Schallschutzes. Da muss irgendwas gemacht werden.
Ansonsten kann eine einfloorige Party sehr wohl mit anderen größeren Locations mithalten, sofern der Funken von den DJs zum Publikum überspringt. Ich kann bislang ein durchaus positives Resumée ziehen.
Mal gucken, was kommt.
Wir warten!