Von der Schwierigkeit, einen Titel zu finden
Veröffentlicht von Céline Robinet am 28. Mai, 2009
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Chère Ilona,
Danke für Ihre Lesung aus dem Roman Die Trompeterin von Jackie Kay gestern bei der Lesbenberatung.
Echt schöner Roman. In der Veranstaltungsankündigung stand:
“Ein Abend für PartnerInnen von Transmännern. Nach einem anschließenden Austausch wollen wir auch die Möglichkeit geben eine Selbsthilfegruppe zu gründen.”
- Meinst du, du musst in eine Selbsthilfegruppe, weil du mit einem Transmann zusammen bist??? fragte mich etwas verunsichert einer meiner Lieblingsmenschen. Natürlich meinte es niemand so.
Und tja. “Die Trompeterin”. Für diejenigen, die gestern nicht da waren und das Buch nicht gelesen haben, hier die Kurzbeschreibung von Amazon:
“Als der gefeierte Jazztrompeter Joss Moody stirbt, enthüllt sich das Geheimnis, in das einzig seine Frau Millie eingeweiht war, und das er ein ganzes Leben lang gehütet hatte: Sein Adoptivsohn Coleman wird mit der Tatsache konfrontiert, dass der Mann, den er für seinen Vater hielt, in Wirklichkeit eine Frau war.”
Ähm, “in Wirklichkeit”? Ööh, wieso? Und wie Sie mit Recht bemerkten, chère Ilona, frage ich mich genauso, wie der Argon Verlag, der das Buch auf Deutsch herausgegeben hat, aus dem englischen Titel „Trumpet“ “Die Trompeterin” machen konnte…
Nun ja, jetzt haben wir eine Austauschgruppe für Partner_innen von Transmenschen gegründet. Bei Interesse bei der Lesbenberatung nachfragen!
(Ilona Bubeck, Mitbegründerin vom Querverlag)
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