Die Zebras leuchteten pink, der Tiger blau. Das erstaunlichste: Sie waren alle wach, gar nicht scheu und standen von Scheinwerfern in Szene gesetzt in ihrem jeweiligen Gehege herum. Weil sie ob der BVG Big Band nicht schlafen konnten oder sowieso nicht vor Mitternacht ins Heu gehen? Wer weiß. Schade, dass man sie nicht fragen konnte. Aber vielleicht sind sie tagsüber von den Zoobesucherinnen so Einiges gewohnt, da erstaunen swingende Schwule und Lesben mitten in der Nacht keinen Pinguin mehr. Hoffen wir es.
Foto: Brigitte Dummer
Gay night at the Zoo, die originelle Tanzveranstaltung mitten in der Berliner Pride Week, war gestern Abend jedenfalls zum vierten Mal ein voller Erfolg. Die Big Band swingte, Lucy van Org und Kim Fisher moderierten launig und sangen leidenschaflich, die Gäste tanzten oder chillten auf den vielen Bierbänken rund um das Zoo Restaurant. Entspannte gute Laune lag in der Luft, die nach Bratwurst und Tierstreu roch. Nur ein paar Unbelehrbare mussten von Zooangestellten aus dem Zebra Gehege gerettet werden, wei sie dort eine öffentliche Freilufttoilette vermuteten. So zumindest die Interpretation des freundlichen Zoo-Personals … Am lautesten waren die Robben.
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