Siegessaeule BlogSchwul-lesbischer Blog für Berlin und Deutschland

Archiv des Monats Juli, 2009

Szene: Fetisch verzweifelt gesucht

Veröffentlich von sisa am 31. Juli, 2009

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Was stellt man nicht alles an, um auf eine Party zu kommen. Wie viel ist man bereit zu riskieren, selbst wenn man Gefahr läuft, sich dabei auch mal lächerlich zu machen? Eigentlich dachte ich unlängst erleichtert, aus diesem Alter sei ich raus. All das Bitten und Betteln um einen Platz auf der Gästeliste fand ich immer spätpubertär, so unsouverän und stillos. Aber vor meiner gestrigen Party hatte ich viel krassere Sorgen. Mir fehlte ein Fetisch. Irgendeiner, der mir Eintritt in die Kopenhagener LEWD Party mit strengstem Dresscode gewähren würde. Eine Lederhose, wäre schon mal hilfreich gewesen. Meine lesbische Freundin hätte mir ihre geborgt, aber die hätte dann nur bis über die Knie gereicht. Ähm, auch sexy. Oder wie wäre es mit einem dieser aalglatten Gummiteile, die jeden Muskel des Körpers besonders prall zur Geltung kommen lassen. Mir fehlt an dem Abend beides. Habe diesmal auch keine Bauarbeiterklamotten im Gepäck, Handwerkeroutfits oder Taucherausrüstungen dabei. Obwohl ich bei den Outgames bin, steckt in meiner Reisetasche weder eine Sporthose noch ein Trikot (!), lediglich eine schlunzige Badehose, aber damit komme ich auf keine Lederparty der Welt. Immerhin finde ich zwischen der Kleidung einen Rasierer und nach einer halben Stunde Arbeit endlich meinen Fetisch. Dann schnell ein Polohemd angezogen, eine etwas engere Jeans und Hosenträger, die ich neulich kaufen musste, da mir mein Gürtel zerplatzt (!) war. Beim Blick in den Spiegel fühle ich mich etwas fremd. Die nette Servicefee der Etage erkennt mich nicht und fragt in ihrem gebrochenen Englisch, ob wir zu zweit in meinem Zimmer seien. “Sieht jetzt besser aus”, sagt sie später noch. Na, dann kann ja nicht viel schief gehen, heute Abend.

Die Party steigt im Fachwerkhaus eines Hinterhofs mitten im Kiez. Eintritt: 200 Kronen (25 Euro), ein kleines Flaschenbier für 40 Kronen (5 Euro). Zwei Probleme haben die Veranstalter: 1) sind definitiv zu viele Leute in der Hütte und 2) ist die Zapfanlage kaputt, das Flaschenbier nur begrenzt verfügbar. Keine Ahnung, ob die Jungs zwischendurch einen Supermarkt geplündert haben, jedenfalls gibt es ab ein Uhr an der Bar süffiges Tuborg aus der Dose, auch für fünf Euro! Trotz des Troubles ist die Stimmung unglaublich locker und aufgeheizt. Zunächst unterhält uns ein erstaunlich entstaubter Mr Leather Wettbewerb, bei dem die Kandidaten mal richtig originelle Dinge drehen und vor allem sich und ihr Mannsein auf die Schippe nehmen. That was really queer! Anschließend zünden die DJs Thomas Madvig und Jack Chang die Fetischmeute mit Drums und Bässen so richtig an. Das altehrwürdige Fachwerk erschüttert in seinen “Grundfesten”. Spannend für die Crowd ist die Location allemal: mehrere Stockwerke und Zwischenetagen, verwinkelte Ecken, dicke Balken. Einzige Fehlkonstruktion der Nacht ist der hochfrequentierte Darkroom unterm Dach. Zu den Stoßzeiten schleichen hunderte Homos auf den überhitzten Boden, einige hauen sich die Rüben an den Balken ein. All das tut der Stimmung keinen Abbruch. Ich selbst habe in dieser Nacht so viele nette Leute am Tresen kennengelernt – und auch wieder vergessen – und irgendwann am Morgen das beruhigende Gefühl mit nach Hause geschleppt, mich in Sachen Fetisch nicht restlos daneben benommen zu haben. Farvel! Sirko

Szene: The biggest lover

Veröffentlich von sisa am 31. Juli, 2009

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Schimpf und Schläge gegen Schwule. Knallkörper im Stadion. Erste Schelte für die Stadt Kopenhagen in der Lokalpresse und seitens der Politik – von einer Blamage vor der Weltöffentlichkeit ist zu lesen. Gestern Nachmittag haben die Offiziellen der Outgames auch noch eine Sicherheitswarnung rausgegeben, da am Abend ein Fußballspiel zwischen Brøndby und Warschau angesetzt war und man Randale des Pöbels in den Straßen befürchtete. “Geht in Gruppen oder Paaren”, hieß es, “haltet die Augen offen”. Glücklicherweise hat sich offenbar kein weiterer Vorfall ereignet. Und, um das mal ganz subjektiv runterzubrechen, ich erlebe die Kopenhagener als perfekte Gastgeber: gutgelaunt, aufgeschlossen und wahnsinnig neugierig. Spinner gibt es doch überall, und von ein paar intoleranten Pappbechern sollten wir uns diese großartigen Spiele nicht versauen lassen! Die meisten von uns in Kopenhagen haben von den Vorfällen nichts mitbekommen. Weil die ganze City momentan einfach so überqueer ist. Überall prangen die großformatigen Banner, wehen die Rainbowflaggen, schwärmen Homos und Trans durch die Straßen, Gassen, über die vielen Brücken und Plätze dieser wundervollen Stadt. Es ist ein Riesenmiteinander in Kopenhagen. Viel Lächeln, Quatschen, Flirten, Freundlichkeit, Interesse, Liebe, Sex. Wie ein Regenbogen zieht sich außerdem die packende Route der Outcitys durch die Innenstadt. Das sind queere Orte, Treffpunkte, Partys bzw. Stadtteilfeste, die sich thematisch Städten wie Tel Aviv, Melbourn, Mexiko oder Antwerpen (Foto, Modenschau) nähern und ihrerseits schwul-lesbische Kultur nach Dänemark bringen.

Neben den Outcitys gibt es direkt am Kanal gelegen den Woman’s Space, einem der schönsten queeren Orte in town. Hier treffen sich die Frauen nach den Wettkämpfen auf ein Bier, was mit 25 Kronen relativ günstig ist, lauschen den Klängen der Djanes oder chillen auf einem dieser Miniliegestühle direkt am Kanale vor der beeindruckenden historischen Kulisse der Altstadt. 

Foto: Mads Westermann

Foto: Mads Westermann

Um das Gegenteil von Hass, um Liebe, noch dazu um universelle, um göttliche, ging es Donnerstagnachmittag in der Kopenhagener Frauenkirche, als rund 350 Lesben und Schwule an einem Sondergottesdienst teilnahmen, an einer Massensegnung. “Wir haben in der Vergangenheit bereits homosexuelle Paare in dieser Kirche verheiratet und gesegnt”, erzählt Pfarrerin Mette Basbbil Folkekirken im Anschluss an die Zeremonie, “doch eine Segnung in dieser Größenordnung hat es in Kopenhagen wahrlich noch nicht gegeben!” Mehr als die Hälfte der queeren Kirchgänger nutzte die Gelegenheit, sich und ihre Partnerschaft gewissermaßen vor Gott segnen zu lassen. Viele von ihnen hatten Tränen in den Augen, als sie zu ihren Bänken zurückkehrten. 

Mads Westermann

Foto: Mads Westermann

Foto: Mads Westermann

In dem einstündigen Gottesdienst war zuvor gepredigt worden, dass eine Segnung völlig losgelöst von der sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität sei. “Liebe ist das Allergrößte”, sagte einer der Pfarrer (Foto oben), “und Gott ist der größte Liebhaber von allen”. Vor der Kirche empfingen anschließend überraschend viele Journalisten und TV-Teams die Frischgesegneten, das mediale Interesse fiel deutlich höher aus als bei allen bisherigen Wettkämpfen.

„Homo-Paar kann Mutter und Vater nicht ersetzen“

Veröffentlich von Céline Robinet am 31. Juli, 2009

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Stimmt ab! Würde ich sagen. Die Zeitung “Die Welt” macht eine Umfrage im Rahmen des Artikels von Robin Alexander vom 23. Juli gegen das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule.

 

Stand der Umfrage momentan: 47 % pro, 53 % kontra.

 

Vorspann: Eine neue Studie soll Brigitte Zypries’ Forderung nach vollem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare rechtfertigen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die klassische Familie eine ganz besondere Verantwortungsgemeinschaft ist. Die hohen Hürden für eine Adoption in Deutschland sind im Sinne der Kinder.

 

Auf der Internetseite der Zeitung steht in den Kommentaren der Leser_innen, dass Brigitte Zypries keine Kinder hat, also keine Ahnung hat. Ist Bernd Neumann etwa selber Künstler? Und „im Sinne der Kinder“, heißt doch nicht „im Sinne der Eltern“, und Brigitte Zypries war ja auch selber Kind, also sollte/könnte sie ja wissen, was gut für Kinder ist. 

 

Hier geht es zur Abstimmung:

 

Interessanterweise findet man in der gestrigen Ausgabe der Zeitung den Artikel: 

 

„DAS ZUHAUSE, EIN GEFÄHRLICHER ORT FÜR FRAUEN”. 

 

Vorspann: Nicht im dunklen Park oder auf der einsamen Straße laufen Frauen die größte Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden – sondern im eigenen Zuhause.

 

Lieber Herr Robin, wie wäre es mit Ihrem nächsten Artikel:

“Die hohen Hürden für eine heterosexuelle Ehe in Deutschland sind im Sinne der Frauen” ?

 

UND WIE SOLL EIN DERART GEFÄHRLICHER ORT GUT IM SINNE DER KINDER SEIN ?

Bericht: Berlin Can Dance

Veröffentlich von sisa am 30. Juli, 2009

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So sehen Champions aus: Pascal Herrbach und Gergely Darabos (Foto re.) haben am Donnerstagabend Gold im Standardtanz der Männer geholt. Die Berliner verwiesen bei den World Outgames in der Königsklasse zwei Tänzer aus Budapest sowie die Deutschen Christian Wenzel und David Wandt auf die Plätze. In allen fünf Pflichttänzen (Walzer, Tango, Wiener Walzer, Foxtrott und Quickstepp) ereichten Pascal und Gergely die Spitzennoten. Im Finale der besen sechs schwulen Tanzpaare waren vier deutsche vertreten, was einmal mehr die unglaubliche Tanzdominanz unterstreicht. “Vielleicht liegt das daran, dass wir fleißiger sind als andere”, schmunzelt Pascal im Interview. “Nein, Tanzen hat in Deutschland einfach eine sehr lange Tradition.” Phänomenal auch das Publikum in der Tanzhalle DGI Byen hinterm Hauptbahnhof. Der Ballsaal kochte bereits während der Vorrunden, im Finale schäumte die Stimmung dann über. Pascal und sein Partner Gergely, der in Ungarn geboren ist, genossen sichtlich die Wogen ihres Erfolgs. Bereits seit sechs Jahren starten sie bei schwul-lesbischen Tanzturnieren. Und sie setzen eine Berliner Tradition bei solchen Events fort: kräftig abzuräumen. Viel Zeit zum Feiern bleibt den beiden nicht, da morgen ab 10 Uhr die letzte Entscheidung auf dem Plan steht. Nach dem heutigen Sieg sind die Berliner hochmotiviert und haben gegen ein weiteres Edelmetall nichts einzuwenden.

Bei den Frauen (Senior-Klasse) stand am Nachmittag der Wettkampf in den Lateinamerikanischen Tänzen auf dem Programm. Den größten Schwung im Samba, Cha-Cha, Rumba, Paso-Doble und Jive hatten Yvonne Settle und Tori Leach aus Großbritannien (Foto), beste Deutsche wurden Almut Freund und Dorothea Arning vom Pinkballroom auf Platz vier.

Beste Latin Tänzerinnen

Beste Latin Tänzerinnen

Tanzen soll ja vor allem Spaß machen. So lief beim folgenden Show Dance zur völligen Erheiterung aller Zuschauer plötzlich ein pinkfarbener Hund aufs Parkett, gefolgt von seinem gestrengen Herrchen, der den pummeligen Pudel kurz an der Leine hielt und dann auch noch mit ihm tierisch schräg zu tanzen anfing. Am Ende Patz zwei für das Ehepaar Sören Stauffer-Kruse und Bradley Stauffer-Kruse (Großbritannien).

Silber im Showdance für den schwulen Pudel und sein Herrchen

Silber im Showdance für den schwulen Pudel und sein Herrchen

Bericht: Castros Tochter auf der LGBT-Konferenz

Veröffentlich von sisa am 30. Juli, 2009

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Homoaktivisten und deren Freundinnen und Freunde überall auf der Welt sollen sich noch stärker für die Rechte von LGBT-Menschen einsetzen und ihre Kräfte bündeln. Das ist die Hauptforderung der gestern in Kopenhagen zu Ende gegangenen World Outgames Menschenrechtskonferenz, an der über 750 Menschen aus 80 Ländern teilgenommen hatten. Zu den vielen Rednern gehörten Oberbürgermeisterin Ritt Bjerregård und Outgameschef Uffe Elbæk, Foto). Nach über 100 Workshops beschlossen die Delegierten einen Catalogue of good Practise. Darin enthalten sind 20 Kernpunkte wie “Menschenrechte und Politik”, “Out auf Arbeit”, “Kultur und Medien”, “Gesundheit”, “Bildung”, “Beziehungen und Familie ” (Download: www.copenhagen2009.org/Conference/Good_Practices.aspx). 

Bürgermeisterin und Outgameschef

Foto: Maria Laustsen

 Auf der Abschlussfeier erinnerte der Schwede Thomas Hammarberg (Foto unten, v.l.n.r.), europäischer Menschenrechtskommissar, daran, dass kein Land der Welt diskriminierungsfrei wäre und es auch in Europa im Hinblick auf Akzeptanzarbeit und Antidiskriminierung noch viel tun gäbe. Marcia Kran vom Hohen Kommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen sagte, regte die Aufnahme der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in internationale Menschenrechtsgesetze an sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Regierungen aller Länder. Fikile Vilakazi (Südafrika) von der Koalition Afrikanischer Lesben sprach sich für eine größere Sichtbarkeit von LGBT-Frauen aus, für ein stärkeres Bewusstsein und ein Netzwerk aller LGBT in Afrika. “Unsere sexuellen Rechte werden grob verletzt”, so Vilakazi. Der Thailänder Vitib Muntarbhorn, Juraprofessor von der Chulalongkorn Universität Thailand bilanzierte die Konferenz in “Hopenhagen” sehr positiv. Dann sprach er sich gegen die Sodomie-Gesetze in etlichen Ländern aus, die Homosexualität verbieten. “Auch heterosexuelle Menschen haben ab und an etwas “Sodomie”. Insofern müssten solche Gesetze jeden Menschen verurteilen!” Muntarbhorn ist einer der Begründer der internationalen Yogyakarta Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschechteridentität.  

Abschlusszeremonie der LGBT-Konferenz
Abschlusszeremonie der LGBT-Konferenz

Zur Situation der LGBT-Rechte in Kuba äußerte sich am letzten Konferenztag die Tochter des kubanischen Präsidenten Raul Castro, Mariella Castro (Foto, 3.v.l.). Fidels Nichte, Vorsitzende des Centre for Sexual Education (CENESEX) engagiert sich für Lesben, Schwule und Trans* in Kuba. So initiiert CENESEX Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen in der Bevölkerung. Eine kurzfristig einberufene Pressekoferenz mit der Kubanerin wurde aufgrund von Kommunikationsproblemen wieder abgesagt.

Fidel Castros Nichte, Mariella, Mitte
Fidel Castros Nichte, Mariella, Mitte

Szene – Drags und Sex

Veröffentlich von sisa am 29. Juli, 2009

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Diese Übergriffe auf schwule Sportler lassen einen nicht los. Sicherlich gilt Kopenhagen eine der homofreundlichsten Städte überhaupt. Und die Polizei hat bei der Klärung der Fälle auch ganze Arbeit geleistet, wie mein Kollege Thomas von der dänischen Zeitschrift Out&About bestätigt. Auch Peter, der später im New Man’s Schnäpse spendiert, ist stolz auf die hiesige Politi und schwärmt von der großen Freiheit, die Homos genießen. Um Mitternacht werde ich Zeuge eines Einsatzes vor dem bei queeren Hipsters sehr angesagten Oscars. In Kopenhagen darf nach 24 Uhr kein Alkohol mehr auf der Straße getrunken werden. Die Beamten drücken heute aber ein paar Augen zu. 

Gegen ein Uhr schlage ich im New Man’s auf. Zum ersten Mal seit Bestehen des Ladens heißt die Männerkneipe heute auch Lesben willkommen, sagt man mir. Die originelle Idee: Anlässlich der Outgames veranstaltet der Betreiber einen Drag King Abend. Gut 15, 20 Kings sorgen für beste Stimmung: Laut, lustig, lesbisch. Als ein Drag King am Nachbartisch auf seinen Geburtstag anstößt, werde ich erneut auf einen Drink eingeladen. Sehr sympathisch, diese “Herrschaften” aus Dänemark, Frankreich und sonst woher mit ihren echten und falschen Bärten und Kotletten.

Absturz um drei im Never Mind. Viel zu spät raffe ich, dass der Laden die letzte Ausfahrt vor einer einsamen Nacht ist. Sex- und liebeshungrige Homos haben ihr Abschleppseil gewissermaßen bereits im Gürtel stecken, wenn sie hier landen. Mit von der Partie: ein Volleyballteam aus Thailand, das bei den Outgames zwar noch kein Spiel gewonnen hat, dafür vom Film “Iron Ladys” schwärmt und auf der Tanzfläche einen Kerl nach dem anderen beknutscht. Ein blonder Däne macht Komplimente und fordert mich auf, ihn vor die Tür zu begleiten. Ich lehne ab. Später will ein anderer, dass ich ihm nach draußen folge. Ob er sich mit mir schlagen wolle, frage ich ihn. Der Typ kriegt sich gar nicht mehr ein vor Lachen. In Kopenhagen sind Darkrooms verboten, sagt er. Dänen müssen sich eben was einfallen lassen. Das gefällt mir. Mein Fazit: Die Stimmung in allen drei Kneipen war großartig. Leichter als in dieser Nacht kann man keine Leute kennenlernen. Farvel! Sirko