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Bericht: Castros Tochter auf der LGBT-Konferenz

Veröffentlicht von sisa am 30. Juli, 2009

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Homoaktivisten und deren Freundinnen und Freunde überall auf der Welt sollen sich noch stärker für die Rechte von LGBT-Menschen einsetzen und ihre Kräfte bündeln. Das ist die Hauptforderung der gestern in Kopenhagen zu Ende gegangenen World Outgames Menschenrechtskonferenz, an der über 750 Menschen aus 80 Ländern teilgenommen hatten. Zu den vielen Rednern gehörten Oberbürgermeisterin Ritt Bjerregård und Outgameschef Uffe Elbæk, Foto). Nach über 100 Workshops beschlossen die Delegierten einen Catalogue of good Practise. Darin enthalten sind 20 Kernpunkte wie “Menschenrechte und Politik”, “Out auf Arbeit”, “Kultur und Medien”, “Gesundheit”, “Bildung”, “Beziehungen und Familie ” (Download: www.copenhagen2009.org/Conference/Good_Practices.aspx). 

Bürgermeisterin und Outgameschef

Foto: Maria Laustsen

 Auf der Abschlussfeier erinnerte der Schwede Thomas Hammarberg (Foto unten, v.l.n.r.), europäischer Menschenrechtskommissar, daran, dass kein Land der Welt diskriminierungsfrei wäre und es auch in Europa im Hinblick auf Akzeptanzarbeit und Antidiskriminierung noch viel tun gäbe. Marcia Kran vom Hohen Kommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen sagte, regte die Aufnahme der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität in internationale Menschenrechtsgesetze an sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Regierungen aller Länder. Fikile Vilakazi (Südafrika) von der Koalition Afrikanischer Lesben sprach sich für eine größere Sichtbarkeit von LGBT-Frauen aus, für ein stärkeres Bewusstsein und ein Netzwerk aller LGBT in Afrika. “Unsere sexuellen Rechte werden grob verletzt”, so Vilakazi. Der Thailänder Vitib Muntarbhorn, Juraprofessor von der Chulalongkorn Universität Thailand bilanzierte die Konferenz in “Hopenhagen” sehr positiv. Dann sprach er sich gegen die Sodomie-Gesetze in etlichen Ländern aus, die Homosexualität verbieten. “Auch heterosexuelle Menschen haben ab und an etwas “Sodomie”. Insofern müssten solche Gesetze jeden Menschen verurteilen!” Muntarbhorn ist einer der Begründer der internationalen Yogyakarta Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschechteridentität.  

Abschlusszeremonie der LGBT-Konferenz
Abschlusszeremonie der LGBT-Konferenz

Zur Situation der LGBT-Rechte in Kuba äußerte sich am letzten Konferenztag die Tochter des kubanischen Präsidenten Raul Castro, Mariella Castro (Foto, 3.v.l.). Fidels Nichte, Vorsitzende des Centre for Sexual Education (CENESEX) engagiert sich für Lesben, Schwule und Trans* in Kuba. So initiiert CENESEX Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen in der Bevölkerung. Eine kurzfristig einberufene Pressekoferenz mit der Kubanerin wurde aufgrund von Kommunikationsproblemen wieder abgesagt.

Fidel Castros Nichte, Mariella, Mitte
Fidel Castros Nichte, Mariella, Mitte

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