Bei den World Outgames ist es am gestrigen Nachmittag zu einem weiteren Zwischenfall gekommen. Unmittelbar vor dem Start der Sprintwettkämpfe im Østerbro-Stadium sind mehrere winzige Bomben auf die Laufbahn geworfen worden. Dabei wurde der US-Leichtathlet Dean Koga aus Seattle an der Hand verletzt. Koga hatte sich am Startblock für seinen Einsatz bei der 4×200-Meter-Staffel vorbereitet, als die Sprengkörper über die Mauer geflogen kamen. Die Wettkämpfe wurden zwischenzeitlich unterbrochen. Etwa eine Stunde später kam es zu einer weiteren Explosion im Stadion, Sportler beobachteten eine fliehende Person. Die Kopenhagener Polizei konnte daraufhin einen 31 Jahre alten Dänen verhaften.
Der Anschlag ist die zweite Attacke auf Teilnehmer der World Outgames in Kopenhagen, bereits im Anschluss an die Eröffnungszeremonie waren am Sonnabend drei schwule Männer in der Innenstadt beschimpft und zusammengeschlagen worden. Die Veranstalter reagierten jeweils unmittelbar danach mit öffentlichen Statements. Uffe Elbæk, Chef der Outgames, nannte die Vorfälle einen Beleg dafür, welchen Risiken Lesben und Schwule überall in der Welt ausgesetzt seien. Dies zeige, wie wichtig Events wie die Outgames seien. Zudem lobte Elbæk die in beiden Fällen “exemplarische” Aufklärungsarbeit der hiesigen Polizei. Teilnehmer des Staffellaufes sagten der örtlichen Presse, dass Lesben, Schwule und Trans sogar an den vermeintlich homofreundlichsten und sichersten Orten Gefahren drohten. Vertreter der Gay Games solidarisierten sich in einem Schreiben mit den Outgames. “Wir verurteilen die gewalttätigen Attacken gegen LGBT-Athleten.”







