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PornNO und PorYES: Der gemeinsame Nenner

Veröffentlicht von Céline Robinet am 18. Juli, 2009

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„Das ist mein erstes Mal, sagte mir eine mitte dreißige Zuschauerin gestern nach der Vorführung von ”Post Apocalyptic Cowgirls” von Maria Beattie beim Orlanda Verlag, wo Laura Méritt einmal monatlich im Vorfeld der 1. feministischen Porno-Preisverleihung Europas, die im Herbst in Berlin stattfindet, Filme zeigt, die dann mit einem Publikumspreis ausgezeichnet werden. (Tief einatmen, sorry für den langen Satz.)

- Echt? antwortete ich etwas erstaunt.

- Ja, ich hatte noch nie einen Pornofilm gesehen… Darf ich fragen, was an diesem Film besonders ist, im Vergleich zu Mainstreampornos?

Ach ja, Post Pornografie und so. Also, ganz einfach: man sagt, dass es in post pornografischen Filmen um politisch reflektierte und ästhetisch anspruchsvolle Diskurse geht (Kleiner Tipp: das Wort “Diskurs” ist bei Definitionen immer gut). Und auch, dass Geschlechtsidentitäten dabei nicht fest sind, dass es keine klaren, biologistischen Zuordnungen gibt, sprich, die Rollen beim Sex sind gegeneinander austauschbar. Und auch, dass solche Werke sich an alle richten – queer, homo, bi, hetero, u.a. Zum Schluss: es kann in Post Pornografie eine etwas ausgereiftere Handlung geben, nicht unbedingt genitalen Sex oder Nahaufnahmen und dafür aber Humor, die Arbeitsbedingungen sollen für alle Geschlechter gleich und menschlich sein, die Darsteller_innen sind zum Teil an der Entstehung des Szenarios beteiligt und die Anwendung von Safe-Sex-Praktiken wird dargestellt.

Noch eine Sache. Eigentlich stehen PornNO und PorYES nicht total im Widerspruch. Gemeinsamer Nenner: die weibliche Rückeroberung von Sex.

(Bild aus Post Apocalyptic Cowgirls, Bleu Productions)

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