Ein Freund von mir und ich hatten ein klares Ziel vor Augen: Wir wollten Sonntag feiern gehen, aber möglichst nicht ins GMF. Und, man hält es kaum für möglich, als Schwuler in dieser Stadt ist das sogar möglich! Pork im Ficken3000 hieß unsere Erlösung. Als Mitte-Schwuchtel reizte mich auch die Vorstellung, mal nicht in der Nachbarschaft, sondern geradezu die Weltreise nach Neukölln anzutreten. Und so fanden wir uns im Nachtbus wieder. Eine abenteuerliche Fahrt, die mit einer kleinen, sehr netten Party belohnt wurde. Irgendwie ist sie schwer zu beschreiben, da die Mischung aus Sex-Schuppen mit Glitzer-CD-Deko, alternativen Jungs und Lederkerlen das gewohnte Auge doch eher irritiert. Aber die Atmosphäre war locker. Unten im Darkroom fickten sie, oben tanzte die kleine Schar zu merkwürdigen Pop-Hits. Eindeutig eine gute, gänzlich andere Alternative zum GMF. Ach ja, der Ehrlichkeit halber muss ich anmerken, dass wir spät in der Nacht doch noch im Weekend landeten, da die aktuelle Flamme meines Freundes ihn dort hin berief. Manchen Naturgewalten kann man nicht aus dem Weg gehen …
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