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Archiv des Monats September, 2009

Männer, die mit Männern Sex haben

Veröffentlich von Céline Robinet am 6. September, 2009

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Im Jahr 2008 haben 11 deutsche Stiftungen und Geberorganisationen ein Gesamtvolumen von 622.200 € für 47 lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle (LSBTI) Projekte im globalen Süden und Osten gespendet. Das hat eine Studie vom Dreilinden GmbH, durchgeführt von Arn Thorben Sauer für das Forum for Active Philanthropy – inform inspire impact GmbH, ergeben.

Interessant nachzulesen ist, dass für Schwule als Förderzielgruppe insgesamt 0 € gespendet wurde, für Lesben 5.000 €, für Transgender: 0 €, für Intersexuelle: 0 €. Aber für Männer, die mit Männern Sex haben: 85.000 €.

Wir wissen schon, dass Kategorien komisch sind. So beispielsweise die Tatsache, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle – alle drei als sexuelle Orientierung zu verstehen – mit Transgendern und Intersexuellen – d.h. Gender bzw. sexuelle Identitäten – fast immer zusammen stehen.

Als würde man einen Reisenden fragen: Möchten Sie lieber mit Auto, Bus, Bahn oder eher nach Paris fahren?

Eigentlich nur dann, wenn man Kategorien sprengt, kann man so etwas bekommen wie “Schwule: 0″, “Männer, die mit Männern Sex haben: 85.000″. Klar, kann Mann Sex mit seinen Mitmännern treiben, ohne sich als schwul zu definieren. Vorsicht: Dahinter steckt nicht verdrängte Homosexualität sondern vielmehr der Gedanke, dass nicht überall auf der Welt sexuelle Praktiken automatisch zu Identitäten und Kategorien und Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten Community führen – wie das meist der Fall im Westen ist. Wobei- auch im Westen ist es ja bekannt: Nicht alle Männer, die mit Frauen Sex haben – und umgekehrt -, sind zwangsläufig heterosexuell.

Ja. Sein und Schein. Auch in der “Community” pflegt man den Unterschied zu kennen. Am Samstag hat er sich bei Folsom Europe in der Berliner Fuggerstrase sogar zum Besten gegeben: Klar, ist nicht jeder, der einen Bullenuniform anhat, gleich Polizist.

Coole Location, heißer Sound, keiner da

Veröffentlich von nachtschicht am 2. September, 2009

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It´s Time for Kens. Sorry Barbie. „Da kommen wir doch nicht rein“ sagt meine Begleitung, noch bevor wir einen Fuß vor die Haustür gesetzt haben. „Ach was, das geht schon.“ Und ich behalte Recht. Außer uns sind sogar noch zwei weibliche Exemplare zu sehen. Ob das daran liegt, dass der Club fast leer ist? So um die 20 Leute stehen rum. In der Raucherlounge noch mal fünf. An der Location kann es nicht liegen, die ist nämlich echt geil. Ein Backsteingewölbe, das von Säulen in Regenbogenfarben getragen wird. An den Wänden entlang sind bequeme Sitzbänke aus schwarzem Leder, durch die man den Bass im ganzen Körper spürt. Der Mix aus House/Electro und bekannten Hits von Mia bis Michael Jackson kann sich auch hören lassen Leider ist der Mainfloor bis auf zwei Standart tanzende Schwuppen trotzdem leer. Auf dem kleinen, angrenzenden BLUfm Floor ist gar nichts los. Schade eigentlich, schöne Location und coole Beats. Aber keiner da, der´s mitkriegt oder gar weitersagen kann. Um 2 Uhr, als der Darkroom im ersten Stock öffnet, füllt sich der Club langsam- doch richtig voll ist es immer noch nicht. Aber: Der Club hat erst seit Juli offen, das lässt hoffen!
borracha