Welt online: zurück zu den homophoben 50ties?
Veröffentlicht von sis am 19. Oktober, 2009
Homosexualität als Religion? Philipp Gut ist Kultur- und Gesellschaftschef des Schweizer Wochenmagazins „Weltwoche“ und empört sich in einem völlig kenntnisfreien und ohne jede ordentliche journalistische Recherche geschriebenen Artikel auf Welt online vom 17.10:
„Der Punkt scheint erreicht, wo die Propagierung des eigenen Lebensstils auf Kosten der Meinungsäußerungsfreiheit ins Intolerante kippt.“
Besonders der erfolgreiche Euro Pride in Zürich dieses Jahr mit einer euphorischen Stimmung und einer lesbischen Züricher Stadtpräsidentin stößt ihm offenbar sauer auf. Am Ende fordert er schließlich:
„Nach der erfolgreichen Emanzipation dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird und die penetrante „Sichtbarkeit“ zurückstellt. Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskreter behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.“ Homosexuell = privat, heimlich, unsichtbar und nur dann gut?
Tags: euro pride, homosexuell, religion, schwul







