Gibt es ein Leben nach der Berlinale?
Veröffentlicht von berlinale2010 am 18. Februar, 2010
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Tag 8 der Berlinale. Nur noch drei weitere liegen vor uns. Es ist der Tag, an dem man sich langsam mit dem Gedanken anfreunden muss, dass der filmische Ausnahmezustand in Berlin bald vorbei sein wird. Mittlerweile schaue ich wahllos alle Filme, die sich zeitlich effektiv in meinen Berlinale-Plan pressen lassen, ohne mich ueberhaupt noch vorher zu informieren worum es geht.
Ich bin wie eine Drogenabhaengige, die weiss, dass sie nur noch drei Tage bis zum Cold Turkey hat. Koerperlich bin ich jetzt schon voellig am Ende. Keine Ahnung, wieviel audio-visuellen Input die Synapsen im Hirn so vertragen. Nach etwa 40 Filmen bisher gluehen meine jedenfalls schon gefaehrlich.
Ich ueberlege was eigentlich besser waere: Die Berlinale 365 Tage im Jahr zu veranstalten, dafuer aber Augen- und Rueckenschaeden sowie Migraene bei denjenigen in Kauf zu nehmen, die wie ich suechtig sind? Oder es so zu belassen und alle Berlinale-Fans koerperlich unversehrt nach 11 Tagen wieder in ihr normales Leben zu schicken.
Dann aber wuerde ich gerne eine Selbsthilfegruppe gruenden, die sich die restlichen 354 Berlinale-freien Tage im Jahr durch den Entzug traegt. Wer macht mit?
(Silvi)






