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Pan de Higo (was man von Else-Veteranen lernen kann)

Veröffentlicht von berlinale2010 am 15. Februar, 2010

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Dank der Siegessäule ist die eh schon bunte queere Szene in Berlin um eine Spezies reicher: Die ehemahligen Mitglieder der ELSE-Jury, sozusagen ELSE-Jury a. D. Langsam aber kontinuierlich werden es mehr. Beatrice gehört dazu, aber auch Mario und Ulf sind Jury-Veteranen. Eine soziale Gruppierung, die noch viel zu selten wahrgenommen wird und sich bisher öffentlich auch eher selten äußert. Sie eint die prägende Erfahrung einen Jahrgang der schwullesbischentrans* Filme der Berlinale komplett genossen zu haben.

 

Trifft man als amtierendes Jurymitglied ein Exemplar dieser Gattung, begegnen sie einem mit nur schwer zu verbergendem Neid, was angesichts der unglaublichen Privilegien, die man als Else-Jury genießt ein allzu verständlicher Ausdruck von Brotneid ist. Hinzu gesellt sich allerdings eine rührende Besorgtheit um das Wohl der Jurymitglieder: Aspirin (Beatrice), Traubenzucker (Ulf), viel trinken (Mario). Anfänglich verwundert, begreift man schnell, dass die Beschreibung des kürzesten unterirdischen Weges vom CineStar zur U2 Gold wert war, als die Jury ins Colloseum hastete (Danke Beatrice). Das Leben der Jury ist nämlich ganz schön kräftezehrend.

 

Ein Überlebentipp aber rettet mir gleich am ersten Tag das Leben. Deshalb muss er hier der Nachwelt überliefert werden: Besser noch als Traubenzucker ist Pan de Higo. Eine Masse aus Feigen und Nüssen, gepresst zwischen zwei Oblatenblätter. Energiezufuhr pur, die in den führenden Berliner Supermärkten immer ganz in der Nähe des Käses gelagert wird.

 

Also zukünftige Jurygenerationen nutzt die Betreuung durch ein oder zwei Jurymitglieder a.D.. Unser Neid wird euch schmeicheln, Überlebenstipps gibts gratis und je nach Sympathie kraulen wir auch verspannte Hälse.

 

Klaus / ELSE-Jury

 

Manchmal hat die ELSE-Jury auch ein Kino ganz allein

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