Brownian Movement, also die Brownschen Bewegungen beschreiben die Neuanordnungen und Möglichkeiten verschiedener Teilchen in Flüssigkeiten und Gasen.
Eben jene Versuchsanordnungen deklariert die Niederländerin Nanouk Leopold in ihrem 102 Minüter denn auch durch. Charlotte, die Hauptfigur versucht sich mit immer neuen Sexualpartnern ihren Alltag zu gestalten. Das alles mag an Bunuels Belle de jour erinnern und um dies vorweg zu nehmen, man ist gut beraten sich lieber an diesen Film zu halten. Denn dort, wo die junge Catherine Deneuve sexuelle Lust als Nutte erfahren darf und das Abgründige der ganzen Situation im surrealen verwischt muß Leopolds Hauptfigur in die Therapie.
Da wo Bunuel den McGuffin-Effekt setzt, also ein unbestimmter Moment, der ein schwüles Osszilieren erzeugt muß man als Zuschauer bei Brownian Movement zusehen, wie ein alter Mann, ein dicker Mann, ein häßlicher Mann etc. pp. die Hauptdarstellerin mehr oder minder befriedigen.
Bunuels Film endet damit, dass man als Zuschauer nicht erfährt, ob die gute Deneuve nun erwischt wird oder sie mit ihren Eskapaden davon kommt. Ebene jenes Unbestimmte macht den Film zum Klassiker. Leider, leider wird die arme Charlotte aber erwischt und wird ab der zweiten Hälfte des Films in die Therapie geschickt….
Das alles wirkt so unmotiviert und gekünstelt, dass man am Ende nur noch der Frage nachgehen mag, wieso eine heterosexuelle Frau, sobald sie Sex ohne ihren eigenen Mann hat zur Therapie gechickt wird. Auch warum der außereheliche Sex als Art Rocky Horror Picture Show im Dogmastyle inszeniert wird bleibt unklar.
Tipp: DVD kaufen und von der jungen Deneuve träumen.
Andreas und Manuel









