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G-Punkt und weibliche Ejakulation

Veröffentlich von Céline Robinet am 17. November, 2009

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Letzten Donnerstag präsentierte der Erotische Salon in Kooperation mit dem Frauen-Erotikshop La Luna  einen Vortrag von Deborah Sundahl zum Thema Weibliche Ejakulation und G-Punkt. Der Berliner Pinellodrom war voll, ca. 150 Gäste hatten Platz genommen, die Erwartung war groß, um die Autorin, Sexberaterin und erste lesbische Pornoverlegerin von On Our Backs Magazine zu hören.

 

 

Gute Nachricht. Männer urinieren und ejakulieren aus der selben Harnröhre, erzählte Deborah Sundahl, und doch ist Urin nicht gleich Sperma. Bei Frauen ist das genauso. Die weibliche Prostata sei voller weiblichen Ejakulat, das der Urin nicht gleiche. Frauen sollen also keine Angst haben, sich gehen zu lassen, wenn sie beim Geschlechtsverkehr das Gefühl haben, eine Flüssigkeit möchte raus - beim Sex könne man sowieso nicht urinieren.

Zum einen.

Den G-Punkt, erklärte die Referentin weiter, können wir mit bloßem Auge sehen. Stellt einfach einen Spiegel vor den ausgespreitzen Beinen, klappt die Schamlippen auseinander und drückt mit den Muskeln vor. Das Photo von Elena aus Nevada, die laut Deborah sich freute, ihren G-Punkt in Berlin zeigen zu dürfen und von der die Referentin uns ganz lieb grüßen sollte, war beeindruckend.   

Und das Publikum war entzückt.

Zum dritten: Diese G-Fläche solle zart wie ein Rosenblatt angefaßt werden – sonst könnte sie zwischen den Fingern zerfallen. 

Ein Mann, der seine Freundin an der Hand hielt, stellte die Frage: „ Frauen kann man ja mit Liebe, Zärtlichkeit, Zuneigung, Vertrauen und eine gewisse Erotik zum Orgasmus bringen. Brauchen sie auch etwas anderes?“ Deborah Sundahl erwiderte, der Mann solle Tango lernen. Kryptisch. Und fast enttäuschend. Wieso sie dann nicht die Gelegenheit nutzte, um ein paar Leute aufzuklären, bleibt unklar.

 

 

Eine Freundin von mir hat ein “Problem”: sie ejakuliert zu viel. Also wollte sie wissen, ob man das kontrollieren kann, sprich, das Spritzen stoppen, wenn sie sich in einem ungünstigen Ort befindet, oder es für den letzten, ganz großen Orgasmus behalten, wenn sie mehrmals hintereinander kommt. Und wenn ja, wie. Deborah antwortete “ja”. “Wie?”, durfte man aber nicht mehr erfahren. 

Eine der (anscheinend wenigen) queeren Personen im Raum wies letztendlich darauf hin, dass weibliche Sexualität sich nicht nur durch Zärtlichkeit, Liebe und Zuneigung kennzeichnet, manche Frauen würden es nämlich auch hart mögen. Applaus im Publikum.

 

Überraschenderweise gab es einen zweiten Star an dem Abend: Katharina Nitsch, die Englisch-Dolmetscherin. Sie übersetzte mit so viel Enthusiasmus und Spontaneität – und schien dabei ein paar Sachen über weibliche Anatomie und Sexualität zu entdecken, und sie freute sich so offensichtlich darüber, dass sie ein Spektakel an sich wurde. 

Katharina Nitsch (links) und Deborah Sundahl (rechts) 

Alle Fotos: Enno E. Peter

 

Umfrage: Wie sicher ist Schöneberg?

Veröffentlich von sis am 28. Oktober, 2009

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Hier die Video-Umfrage zur aktuellen Siegessäule Titelgeschichte im November. Wir fragten Passanten , ob ihrer Meinung nach die Gewalt gegen Schwule, Lesben und Trans* im Kiez zugenommen hat.



Was sind deine Erfahrungen? Entsteht in Schöneberg ein Angstraum? Oder sollten alle mal wieder runterkommen und keine Hysterie schüren?

Welt online: zurück zu den homophoben 50ties?

Veröffentlich von sis am 19. Oktober, 2009

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Homosexualität als Religion? Philipp Gut ist Kultur- und Gesellschaftschef des Schweizer Wochenmagazins „Weltwoche“ und empört sich in einem völlig kenntnisfreien und ohne jede ordentliche journalistische Recherche geschriebenen Artikel auf Welt online vom 17.10:

„Der Punkt scheint erreicht, wo die Propagierung des eigenen Lebensstils auf Kosten der Meinungsäußerungsfreiheit ins Intolerante kippt.“

Besonders der erfolgreiche Euro Pride in Zürich dieses Jahr mit einer euphorischen Stimmung und einer lesbischen Züricher Stadtpräsidentin stößt ihm offenbar sauer auf. Am Ende fordert er schließlich:

„Nach der erfolgreichen Emanzipation dürfte man eigentlich erwarten, dass die Homosexuellenbewegung etwas lockerer wird und die penetrante „Sichtbarkeit“ zurückstellt. Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskreter behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum.“ Homosexuell = privat, heimlich, unsichtbar und nur dann gut?

http://www.welt.de/vermischtes/article4878502/Homosexualitaet-ist-zu-einer-Art-Religion-geworden.html

Angstraum Berlin: Mehr Gewalt gegen LGBT?

Veröffentlich von sis am 24. September, 2009

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Wir wollen wissen: Wo fühlt ihr euch bedroht, wo fühlt ihr euch sicher?
Hat die Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender deiner Meinung nach zugenommen?
In welchem Kiez lebt es sich deiner Meinung nach sicher und in welchem unsicherer?

Deine Meinung ist gefragt! In der November Siegessäule gibt es dann ein Schwerpunktthema dazu.

foto: rs/pixelio.de

Ist Gayromeo transfeindlich?

Veröffentlich von sis am 15. September, 2009

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Nachdem ein admin von Gayromeo das Profil eines Transmannes löschte, herrschte Aufregung in der Trans*-Community. Gayromeo entschuldigt sich, bittet aber darum, möglichst im Profil darauf hinzuweisen, dass der jeweilige user trans* ist. Mehr dazu im Artikel auf siegessaeule.de hier zum Artikel

Wie steht ihr zu der Haltung von Gayromeo?

Wieviel Mann soll’s sein?

Veröffentlich von sisa am 7. September, 2009

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Folsom Europe ist seit fünf Jahren der europäische Fetischmagnet im Spätsommer. Hunderte Schwule mit Vorlieben für Leder, Lacke, Latex oder auch Sportsware, Industrial und Skin-Looks kommen am ersten Septemberwochenende nach Berlin, um auf dem Fuggerstraßenfest  und auf den großen Fetischpartys sich und ihre Fetische zu feiern – so war es auch dieses Jahr. Ein Artikel in der September-Siegessäule zum Thema schwule Männer und Fetisch hat unter unseren Lesern bereits für Diskussionen gesorgt.

Hier zum Artikel

Deshalb wollen wir eure Meinung wissen: Worum geht es eigentlich in der Fetischszene? Wie männlich, modern, militant, offen, entspannt, tolerant oder künstlich, spießig, verstaubt erlebt ihr diese besondere Community? Geht es dort schlicht um Muskeln, Macker, Monstertitten, um sexuelle Fantasien und Folien von Männlichkeit, die durch bestimmte (Ver)kleidungen und Verhaltensweisen produziert werden? Oder sind Fetische für euch längst mehr als nur sexueller Natur, vielleicht eine Lebensentscheidung, gar ein politisches Statement? Welchen Fetischen geht ihr nach? Und wie selbstverständlich erlebt ihr den Umgang der Szene mit Männlichkeiten und auch Weiblichkeiten? Schreibt uns eure Meinung zum Siegessäule-Essay und zur Fetisch-Szene in Berlin!
Sirko Salka

Foto: www.manopoly.com, mit freundlicher genehmigung von rob berlin