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Alle Einträge der Kategorie: Can Sex save the world?

Die Kunst des Zeitmanagements

Veröffentlich von Céline Robinet am 9. Oktober, 2009

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Neulich habe ich an einem Seminar für Zeitmanagement teilgenommen. Und alle waren zu spät. Sogar die Leiterin. Alle ausser mir. Nicht, dass ich zu spät war – ich hatte einfach die Uhrzeit verwechselt. Jedenfalls habe ich da eine Menge gelernt. Habt ihr schon vom “Eisenhower Prinzip” gehört? Also. Ganz einfach.

Alle Aufgaben werden in vier Kategorien aufgeteilt. 

 

- Die D-Aufgaben sind unwichtig und nicht dringlich. Die soll man wegschmeissen.

- Die C-bla sind dringlich aber unwichtig: die sollte man delegieren.

- Die B-blabla sind nicht dringlich aber wichtig: die soll man terminieren.

- Die A-blablabla sind wichtig und dringlich: die muss man sofort tun!

 

Fazit:

Meistens wird eine B-Aufgabe früher oder später zu A-bla. In meinem Fall muß es oft sogar so sein, bevor ich sie in Angriff nehme. Klar, könnte ich eine B-bla schon anpacken – weniger im Stress. Aber ach da kommt eine A-blabla dazwischen, oder eine C-blablabla, die ich für eine A-blablablabla gehalten habe. Oder sogar eine D-bäh kann sich ja reinschleichen! Aber Hauptsache ist, dass ich die B-Aufgaben irgendwann mal auch erfülle. Rechtzeitig.

 

 

Aber was ist mit den B-Aufgaben, die nie zu A-Aufgaben werden? Träume, Ziele…? 

In Sachen Liebe rücken sie manchmal dann in die A-Ecke, wenn ein Drama explodiert. Kennt Ihr das? Ihr habt keine Zeit, aber ihr findet welche, um zu reden. Wichtigkeit und Dringlichkeit sind plötzlich spürbar. Aber auf Dauer ist es einfacher, nicht immer erst auf die Drama-Stufe zu steigen, nur um in wichtigen Dingen plötzlich auch eine Dringlichkeit zu spüren. So wird empfohlen, sich schon in Stufe-B Zeit zum Reden zu nehmen oder einen Blog für euch zu schreiben, bevor es dringlich wird und nicht nur wichtig bleibt. 

 


Regenr_innen – Drag. Ein Kleidungsstück

Veröffentlich von Céline Robinet am 18. September, 2009

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Gestern abend fand in der Köpi in Berlin die Premiere vom Theaterstück Regenr_innen – Drag. Ein Kleidungsstück statt. Geschrieben und inszeniert von VD.

Da war ich aber froh, eines Tages gelernt zu haben, zu pfeifen. Mit vier Fingern im Mund. Zwei rechts und zwei links. Als Zuschauer_in drücke ich meine Begeisterung gern in dieser Form aus. Genauso fühlte ich mich als 16-Jährige, als ich das erste Mal einen Whisky trank, oder meinen ersten Zigarettenzug zog: rebellisch und männlich. Und auch schwindelig. Kennt ihr das? Den Rausch beim Pfeifen? Klar, fünf Minuten lang Pfeifen löst ja Hypoventilation aus. Eigentlich ist das Pfeifen eher wie VIER Kippen auf einmal rauchen, oder einen Liter Whisky mit VIER Strohhalmen trinken, zwei links und zwei rechts, kein Wunder, dass man dabei nicht mehr in der Lage ist, sich richtig zu artikulieren. Oder dann nur noch laut.

So

Also

Als gestern Abend auf der Bühne überraschend gut gespielt wurde, wurde im Publikum gelacht und geweint. „Überraschend“, denn es sich z.T. um keine erfahrenen Schauspieler_innen handelte, Paula Alamillo, Bronco und Micky… Herringöttin nochmal wart ihr toll! Und LCaveliero Mann* von den Spicy Tigers on Speed natürlich auch, er/sie ist bekanntlich eine Rampensau – aber so sehr berührt hatte sie/er mich noch nie. Und die Musik von Tanja, und das Licht von Anna Lienert und und und – eigentlich passte alles. Liebevolle Kritik an die  queere (Party-) Szene. Einsamkeit und Begegnungen und dann doch nicht, und dann doch, noch, nicht. Das ist schön, finde ich, geistig angeregt und gleichzeitig emotional angerührt zu werden.

VD geht jetzt nach Ludwigsburg, um dort Regie zu lernen. Meiner Meinung nach kann sie das schon. Aber dort wird sie mit Bühnen üben, die sich drehen und hoch und runter gehen und so. Also wünsche ich ihr viel Glück und Erfolg! Ich bin gespannt auf ihre nächsten Arbeiten.

Und für diejenigen, die gestern Abend nicht dabei waren, wird das Stück Sonntag, den 20. September in der Köpi und Mittwoch, den 23. im Schwuz noch einmal aufgeführt. Eintritt frei gegen Spende.

Männer, die mit Männern Sex haben

Veröffentlich von Céline Robinet am 6. September, 2009

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Im Jahr 2008 haben 11 deutsche Stiftungen und Geberorganisationen ein Gesamtvolumen von 622.200 € für 47 lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle (LSBTI) Projekte im globalen Süden und Osten gespendet. Das hat eine Studie vom Dreilinden GmbH, durchgeführt von Arn Thorben Sauer für das Forum for Active Philanthropy – inform inspire impact GmbH, ergeben.

Interessant nachzulesen ist, dass für Schwule als Förderzielgruppe insgesamt 0 € gespendet wurde, für Lesben 5.000 €, für Transgender: 0 €, für Intersexuelle: 0 €. Aber für Männer, die mit Männern Sex haben: 85.000 €.

Wir wissen schon, dass Kategorien komisch sind. So beispielsweise die Tatsache, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle – alle drei als sexuelle Orientierung zu verstehen – mit Transgendern und Intersexuellen – d.h. Gender bzw. sexuelle Identitäten – fast immer zusammen stehen.

Als würde man einen Reisenden fragen: Möchten Sie lieber mit Auto, Bus, Bahn oder eher nach Paris fahren?

Eigentlich nur dann, wenn man Kategorien sprengt, kann man so etwas bekommen wie “Schwule: 0″, “Männer, die mit Männern Sex haben: 85.000″. Klar, kann Mann Sex mit seinen Mitmännern treiben, ohne sich als schwul zu definieren. Vorsicht: Dahinter steckt nicht verdrängte Homosexualität sondern vielmehr der Gedanke, dass nicht überall auf der Welt sexuelle Praktiken automatisch zu Identitäten und Kategorien und Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten Community führen – wie das meist der Fall im Westen ist. Wobei- auch im Westen ist es ja bekannt: Nicht alle Männer, die mit Frauen Sex haben – und umgekehrt -, sind zwangsläufig heterosexuell.

Ja. Sein und Schein. Auch in der “Community” pflegt man den Unterschied zu kennen. Am Samstag hat er sich bei Folsom Europe in der Berliner Fuggerstrase sogar zum Besten gegeben: Klar, ist nicht jeder, der einen Bullenuniform anhat, gleich Polizist.

Demo gegen Homophobie und Haßverbrechen!

Veröffentlich von Céline Robinet am 2. August, 2009

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Samstag Abend. Ein vermummter Mann überfallt im LGBT-Zentrum in Tel Aviv eine Jugendgruppe. Er schießt wahllos mit einem Maschinengewehr. Zwei Menschen, 17 und 24, sterben. Wahllos. 15 weitere sind verletzt. Z.T. schwer. Der Mann. Der kann unerkannt entkommen. Tel Aviv ist, war, ist, Tel Aviv ist im Gegensatz zum religiösen Jerusalem als sehr offen-liberale und homofreundliche Metropole bekannt. Die Mutter des toten Mädchens sagte, ihre Tochter sei in diesem LGBT-Zentrum nur zufällig da gewesen, ja nur vorbeigekommen war sie. Gewalt ohne Ende. Wut. Trauer. Solidarität. Weltweit. Dienstag. 04. August. Demo. 17 Uhr. Breitscheidtplatz.

„Homo-Paar kann Mutter und Vater nicht ersetzen“

Veröffentlich von Céline Robinet am 31. Juli, 2009

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Stimmt ab! Würde ich sagen. Die Zeitung “Die Welt” macht eine Umfrage im Rahmen des Artikels von Robin Alexander vom 23. Juli gegen das Adoptionsrecht für Lesben und Schwule.

 

Stand der Umfrage momentan: 47 % pro, 53 % kontra.

 

Vorspann: Eine neue Studie soll Brigitte Zypries’ Forderung nach vollem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare rechtfertigen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die klassische Familie eine ganz besondere Verantwortungsgemeinschaft ist. Die hohen Hürden für eine Adoption in Deutschland sind im Sinne der Kinder.

 

Auf der Internetseite der Zeitung steht in den Kommentaren der Leser_innen, dass Brigitte Zypries keine Kinder hat, also keine Ahnung hat. Ist Bernd Neumann etwa selber Künstler? Und „im Sinne der Kinder“, heißt doch nicht „im Sinne der Eltern“, und Brigitte Zypries war ja auch selber Kind, also sollte/könnte sie ja wissen, was gut für Kinder ist. 

 

Hier geht es zur Abstimmung:

 

Interessanterweise findet man in der gestrigen Ausgabe der Zeitung den Artikel: 

 

„DAS ZUHAUSE, EIN GEFÄHRLICHER ORT FÜR FRAUEN”. 

 

Vorspann: Nicht im dunklen Park oder auf der einsamen Straße laufen Frauen die größte Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden – sondern im eigenen Zuhause.

 

Lieber Herr Robin, wie wäre es mit Ihrem nächsten Artikel:

“Die hohen Hürden für eine heterosexuelle Ehe in Deutschland sind im Sinne der Frauen” ?

 

UND WIE SOLL EIN DERART GEFÄHRLICHER ORT GUT IM SINNE DER KINDER SEIN ?

Gute homo Eltern = gute hetero Eltern. Und was ist mit schlechten?

Veröffentlich von Céline Robinet am 24. Juli, 2009

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Kinder wachsen in sogenannten Regenbogenfamilien genauso gut auf wie in heterosexuellen Partnerschaften. So lautet das Fazit der ersten aussagekräftigen Studie zu dem Thema: “Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften” vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg, die gestern vorgestellt wurde. Neben Persönlichkeitsentfaltung sowie schulische und berufliche Entwicklung wurden Sachen untersucht wie Geschlechtsidentität. Entgegen geläufiger Vorurteile fehlt den Kindern weder der Vater oder die Mutter, um ihre Geschlechtsidentität zu entwickeln, noch werden sie deswegen automatisch selber homosexuell. “Die Kinder sind mindestens ebenso, wenn nicht sogar ein bisschen mehr, in den jeweiligen Geschlechterrollen verwurzelt”, teilte die Wissenschaftlerin Marina Rupp der Berliner Zeitung mit.

 

Super.

 

Meine Fragen:

 

1. Was hat eine “gesunde” (denn darum geht es doch) Geschlechtsidentität bitte schön mit Verwurzelung in den jeweiligen Geschlechterrollen zu tun?

 

2. Was hat die Geschlechtsidentität mit der sexuellen Orientierung eines Menschen zu tun? 

 

3. Auch wenn die Kinder homosexuell werden würden, was wäre schlimm daran?

 

4. Warum dürfen homosexuelle Eltern nur gesunde und ausgeglichene (und heterosexuelle) Kinder großziehen ? Wieso wird die Heterosexualität der Eltern nie als Grund ihres Versagens gelesen?