Das war mein erster Film heute. Kurz nach neun Uhr morgens. Kurz nach neun erwischt einen ziemlich viel, aber ich glaube, der Film hätte ungefähr die gleiche Wirkung abends um acht. Sie stehen gesellschaftlich auf zwei völlig anderen Seiten: Lala, die Tochter gutsituierter Eltern in Argentinien und Guayi, das Hausmädchen aus Paraguay. Nichts desto trotz träumen sie von einem gemeinsamen Leben. Dort, wo Guayi aufgewachsen ist, wollen sie sich ein Haus am See bauen. Das nötige Geld besorgen sie sich durch kleine und größere Diebstähle vor Ort. Doch dann kommt ihnen die Realität dazwischen in Form von herrschenden Strukturen. Guayi weiß nur eine Reaktion: Den Begehrlichkeiten aller nachgeben, die höher gestellt sind als sie. Lala dagegen entschließt sich zu einem weitaus tragischeren Schritt und alles nimmt seinen Lauf. Eine Mischung aus Liebesgeschichte, Drama, unterschwelligen Krimianklängen und Roadmovie hat Lucía Puenzo in der Verfilmung ihres gleichnamigen Romanes geschaffen. Viel geschieht, viel ist bereits geschehen und beeinflusst den Weg der beiden jungen Frauen dramatisch. Und doch hat es etwas unbeschreiblich Romantisches, wenn Lala, trotz allem, die einzige ist, die bereit ist für Guyani Opfer zu bringen. Fast alle anderen haben immer nur genommen. „Ich werde dich verletzen“, warnt Guayi , „Das wird nicht gut gehen“, ein Freund der beiden Lala. Ihre einzige Antwort: „Das ist mir egal“. Denn sie kämpft für etwas, das größer ist, als das eigene Wohlbefinden: die Liebe.
Also: durchaus sehenswert!
Simone
Sa, 07.02. 13:00 CinemaxX 7, So, 08.02. 17:00 Cubix 9, Sa, 14.02. 22:30 Cubix 7 & 8
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