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Einträge mit dem Stichwort: gay

Kein Kommentar: CDU/CSU vor der Wahl

Veröffentlich von sis am 26. August, 2009

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Nicht hören, nicht sehen und vor allem nicht reden. Das war die Maxime der CDU/CSU im Rahmen der Interviewinitiative von Siegessäule, L-MAG und DU&ICH zur Bundestagswahl. 13 Absagen von Spitzenpolitikern und -politikerinnen von CDU/CSU zeigen, welchen geringen Stellenwert Lesben, Schwule und Transgender hier genießen.

„Eine vollständige rechtliche Gleichstellung solcher Lebensgemeinschaften mit der Ehe lehnen CDU und CSU ab.“ So steht es im CDU/CSU-Regierungsprogramm. Damit hält man die Sache offenbar für erledigt. Wie man mit homosexuellen und Transgender-Menschen umgeht, ist aber mehr als eine rechtliche Frage. Dürfen Schwule und Lesben adoptieren? Dürfen lesbische Frauen Samenbanken nutzen? Müssen transsexuelle Menschen sich bis zur Zeugungsunfähigkeit umoperieren lassen? Sollen Regenbogenfamilien weniger Geld haben als andere? Wird das Schimpfwort „schwule Sau“ auf Schulhöfen als Problem angesehen? Anhand dieser konkreten Fragen zeigt sich ein generelles Weltbild. Zeigt sich, was als „normgerechtes“ Leben betrachtet wird und wie viel Abweichung erlaubt ist.

Bei Vertretern und Vertreterinnen einer Partei ist es eine legitime Entscheidung, sich zu positionieren und sich bestimmten gesellschaftlichen Gruppen zu verweigern. Bei Regierungsvertretern wie Ursula von der Leyen, die seit Jahren immer wieder Interviewanfragen absagt, ist es ein Skandal. Die Familienministerin, die für viele der obigen Fragen zuständig ist, mag sich noch nicht einmal in einem Interview damit beschäftigen und duckt sich lieber verschämt weg. Ist es die Angst vor den Wählern oder tatsächlich eigene christlich-konservativ-verklemmte Grundüberzeugung?

Kommentar von Gudrun Fertig, Online-Chefredakteurin im Jackwerth Verlag, die im Rahmen der oben erwähnten Interviewanfragen unzählige – leider erfolglose – Telefonate führte.

Hier zu den Interviews mit Gregor Gysi, Andrea Nahles, Cem Özdemir und Guido Westerwelle, die Siegessäule, L-MAG und DU&ICH zur Bundestagswahl Rede und Antwort standen


Unterkühlt

Veröffentlich von sis am 9. Juli, 2009

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Im Prinzip ist es doch eine hübsche Idee: Das Gelände der Sandsation bietet einen schönen Rahmen mit lauschiger Atmosphäre und der schönen Spree für ein nettes Konzert des Frauenblasorchesters. Letzteres ist ohne weiteres in der Lage ein solches Ambiente mit guter Stimmung zu versorgen, sogar wenn es etwas kühl ist – ein bisschen zur Musik mit dem Hintern wackeln hilft immer. Völlig zurecht versammelten sich also überwiegend lesbische Besucherinnen gut gelaunt an der Spree.

Das Frauenblasorchester enttäuschte dabei keineswegs, trotz schwieriger Akkustik und nicht wirklich sommerlicher Temperaturen gaben die über 50 Frauen ihr Programm zum Besten. Allein das Drumherum mutete mitunter seltsam an. Nachdem der Moderator Michael Reimann sämtliche Witze zum Thema “Blasen” vom Stapel gelassen hatte, die das Frauenblasorchester sicher schon kennt, setzte er sich treffsicher in jedes weitere Fettnäpfchen. Äußerst uncharmant verglich er zum Beispiel den Auftritt der Damen mit dem Einzug der Elefanten in den Zirkus. Dazu kam, dass er konsequent das “innen” hinter “Musiker” und “Künstler” vergaß, das alles wurde dann postwendend kichernd entschuldigt. Carlos Fassanelli, der Finallist vom RTL Supertalent hatte immerhin mehr Stil, wirkte aber mit seinen drei zur Playback-Begleitung gesungen Liedern auch leicht überheblich. Fazit der Veranstaltung: Das Frauenblasorchester hat besseres verdient!

Melly

Foto: Sally B.


Zebra und Co

Veröffentlich von nachtschicht am 25. Juni, 2009

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Die Zebras leuchteten pink, der Tiger blau. Das erstaunlichste: Sie waren alle wach, gar nicht scheu und standen von Scheinwerfern in Szene gesetzt in ihrem jeweiligen Gehege herum. Weil sie ob der BVG Big Band nicht schlafen konnten oder sowieso nicht vor Mitternacht ins Heu gehen? Wer weiß. Schade, dass man sie nicht fragen konnte. Aber vielleicht sind sie tagsüber von den Zoobesucherinnen so Einiges gewohnt, da erstaunen swingende Schwule und Lesben mitten in der Nacht keinen Pinguin mehr. Hoffen wir es.

Foto: Brigitte Dummer

Gay night at the Zoo, die originelle Tanzveranstaltung mitten in der Berliner Pride Week, war gestern Abend jedenfalls zum vierten Mal ein voller Erfolg. Die Big Band swingte, Lucy van Org und Kim Fisher moderierten launig und sangen leidenschaflich, die Gäste tanzten oder chillten auf den vielen Bierbänken rund um das Zoo Restaurant. Entspannte gute Laune lag in der Luft, die nach Bratwurst und Tierstreu roch. Nur ein paar Unbelehrbare mussten von Zooangestellten aus dem Zebra Gehege gerettet werden, wei sie dort eine öffentliche Freilufttoilette vermuteten. So zumindest die Interpretation des freundlichen Zoo-Personals … Am lautesten waren die Robben.

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