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Einträge mit dem Stichwort: homophobie

Was ist los in Schöneberg?

Veröffentlich von sis am 9. Juni, 2010

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Die Siegessäule Umfrage in Schöneberg zum Thema Gewalt und Homophobie in Schöneberg, vom Oktober 2009!

Umfrage: Wie sicher ist Schöneberg?

Veröffentlich von sis am 28. Oktober, 2009

5 Kommentare

Hier die Video-Umfrage zur aktuellen Siegessäule Titelgeschichte im November. Wir fragten Passanten , ob ihrer Meinung nach die Gewalt gegen Schwule, Lesben und Trans* im Kiez zugenommen hat.



Was sind deine Erfahrungen? Entsteht in Schöneberg ein Angstraum? Oder sollten alle mal wieder runterkommen und keine Hysterie schüren?

Ganz normale Homophobie

Veröffentlich von sis am 9. Mai, 2009

9 Kommentare

Kommentar von Gudrun Fertig
zum  Artikel “Erfolgreicher Protest vor dem Eiscafe Dolce Freddo”
Der Besitzer der Eisdiele Dolce Freddo in Schöneberg spricht im Grunde nur aus, was immer noch zu viele denken: Jeder könne machen, was er will, aber in der Öffentlichkeit sollten sich Schwule und Lesben zurückhalten. Sichtbare Küsse bringen die mit Scheintoleranz übertünchte Homophobie sofort wieder zum Vorschein. Und entlarven eine verklemmte Sexualmoral.
Nun mag der Inhaber der Eisdiele Dolce Freddo im Allgemeinen dazu zu neigen, seine Ordnungsvorstellungen agressiv durchzusetzen. Das legt zumindest ein Artikel der taz vor einiger Zeit nahe, in dem darauf verwiesen wird, dass hier Kinder barsch zurecht gewiesen werden, oder japanische Touristen, die es wagen, sich auf die für Eisessende reservierten Tische zu setzen und eine Pizza aus dem Nachbarladen zu verzehren. 
Küssende oder anders sichtbare Schwule und Lesben verstoßen in diesem Zusammenhang gegen die hier herrschende Vorstellung von Ordnung. Gegen dieses Denken hilft nur tägliche Zivilcourage, sich einzumischen, und sich nicht zu verstecken. Auch wenn es ermüdend ist und nervt. Dabei ergeben sich spannende Diskussionen. So meinte ein Angestellter der Eisdiele, dass er natürlich gegen Ausgrenzung sei. Er werde am Wochenende nie in die Disco gelassen. Doch „deshalb veranstalte er auch keine Kundgebung.” Schade eigentlich. Nicht hilfreich ist die Forderung, die betreffende Eisdiele solle doch in einen anderen Kiez ziehen, Schöneberg hätte schließlich schon immer den Schwulen gehört! Dass sich viele hier in ihrem Kiez sicher fühlen, sichtbar sind und empört auf Homophobie reagieren, ist gut. Doch das sollte für jeden Ort in- und außerhalb Berlins gelten.