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Einträge mit dem Stichwort: lesbisch

Ach, Du süßes Süddeutschland

Veröffentlich von Céline Robinet am 20. Januar, 2009

1 Kommentar

Chères Kerstin et Susanne,

darf ich Ihren großartigen Artikel zitieren?
Aber erstmal der Hintergrund: Süddeutsche Zeitung Magazin, Heft 2, 2009.
Titel: Wenn Frauen sich mehr trauen.
Schon im Vorspann, ein volles Programm:
“Die neuen Lesben sind völlig frei vom politischen Männerhass vergangener Tage, denn sie wissen: sich für immer auf eine sexuelle Richtung festzulegen ist so altbacken, wie sein Leben lang die gleiche Partei zu wählen.”
Weiter im Text:
“Dass sich zwei junge Frauen ineinander verlieben, ohne dass sie sich deswegen für lesbisch oder bisexuell hielten, gehört heute fast schon zum guten Ton.”
Recht haben Sie! Was für ein Fauxpas das wäre, sich für lesbisch oder bisexuell zu halten. Lesbischsein ist ja nur eine Phase. Das haben Sie so treffend formuliert: Es ist “eine Auszeit von den Männern”, “ein Kurzurlaub mit Wellnessprogramm”. “Wenn dieser Urlaub zu Ende ist, denken sie gern an ihn zurück, buchen ihn häufig aber kein zweites Mal.” Ach, Sie Dichterinnen.
Weiter! “Lesbischsein ist im gesellschaftlichen Mainstream angekommen”, denn “so viele haben sich öffentlich zu lesbischer Liebe bekannt.” Ach so, Anne Will wird genannt. Die selbe, die bei ihrem Coming-Out nicht von L-Mag interviewt werden wollte – wäre es ihr doch zu lesbisch gewesen, im bundesweiten Magazin für Lesben zu stehen?
Weiter, weiter!
“Richtig lesbisch sind in den Augen der Männer nur die hässlichen Frauen, die schönen sind allenfalls bi.” “Was vielen Männern zudem Angst macht– und manchen Frauen auch: Lesbische Frauen sind nicht mehr als solche zu erkennen.”
“Heute gilt als selbstverständlich, was lang verpönt war: schön sein, unpolitisch sein, switchen oder lesbisch sein und trotzdem Kinder haben.”
Prächtig, chères Kerstin et Susanne.

Fazit:

1. Lesbischsein ist eine Phase
2. Politisch sein als Lesbe ist out
3. Hässliche Lesben gehören sich nicht
4. Schöne Lesben machen Angst
5. Lesbischsein ist im Mainstream angekommen – aber nur, wenn man Madonna oder Britney Spears heisst. Erst dann kann man vor der Kamera knutschen. Und auch nur, weil das eine Phase ist.

Cooler Artikel.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27715

(Kerstin Greiner und Susanne Schneider: Journalistinnen)

Sexy Fleck – Teil 1

Veröffentlich von Céline Robinet am 6. Januar, 2009

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Chère Manuela,

Ich weiss, wer sie sind. Ich meine, die beiden auf dem Foto, das deinen (übrigens sehr guten) Artikel über Fisting in der Januar-Februar Ausgabe von L-Mag, dem bundesweiten Magazin für Lesben, illustriert. Ich werde es dir verraten, weil diese zwei schönen, aber ja schwarzen Flecke nicht zu erkennen sind. D’accord, das Foto dürfe nicht zu explizit sein, hast du mir erklärt. Verstehe. Mir geht es auch nicht darum, daran zu appellieren, in der L-Mag eine explizite Fisting-Szene zu zeigen. Falsches Medium. Aber ein bisschen menschliche Haut – auch im Schatten? (*kopfkratz*). Krass, wenn man an die schwulen Anzeigen in der Sieggesäule denkt, wie explizit diese sind. Ok, L-Mag lebt nicht einzig und allein von Werbung sondern muss sich als Kaufmagazin auf die LeserInnen einstellen – und diese könnten eine zu deutliche Abbildung von weiblicher Sexualität vielleicht ungern sehen. Vor allem verstehe ich, dass laut Gesetz auch Erwachsene nicht gegen ihren Willen von pornografischen Darstellungen Kenntnis nehmen müssen sollen (*kopfkratz**komische Grammatik hier*). Aber meiner Ansicht nach gibt es zahlreiche Abstufungen, Erotik zu zeigen, lange bevor wir bei Pornografie landen. Non? Ich weiss auch, dass HändlerInnen, wäre L-Mag generell zu sexy, das Heft leider falsch einschätzen und es in die Porno-Ecke stellen könnten. Wie es dem schwulen Kaufmagazin “Du & Ich” dummerweise oft passiert. Interessant hier, dass sich “Du & Ich” anscheinend damit abfindet. Genauso wie die französische schwullesbische Zeitschrift “Têtu”, die ausschliesslich muskulöse, oben ohne Gayboys als Cover zeigt und in rund 140 Ausgaben nur zweimal einer (bekleideten) Frau das Titelblatt zugestand – zuletzt im September 2008 war es Mylène Farmer, die sich mit weissem Schaum das Gesicht rasierte.

(Manuela Kay: Chefredakteurin von L-Mag)

Sexy Fleck – Teil 2

Veröffentlich von Céline Robinet am 6. Januar, 2009

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Chère Manuela,

in meinem letzten Eintrag habe ich vergessen, dir zu sagen, wer die zwei auf dem Foto sind, das deinen Artikel über Fisting in der Januar-Februar Ausgabe von L-Mag illustriert! Was ich diesbezüglich vorher aber auch noch sagen wollte: Dein Anliegen, nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen über Pornografie zu verstossen, sowie die Leserschaft nicht vor den Kopf zu stossen und die ZeitungshändlerInnen nicht für aufgeklärter zu halten als sie sind, kann ich gut verstehen. Darüber hinaus ist mir auch klar, dass der weibliche Körper in unserer patriarchalischen und heteronormativen Gesellschaft sei es in der Kunst, in der Werbung und überhaupt oft als rein (sexuelles) Objekt dargestellt, und obendrein häufiger benutzt, missbraucht, geschändet oder vergewaltigt wird. Und es stimmt, dass in der selbigen Gesellschaft die Sinnlichkeit des männlichen Körpers öfters geleugnet, ignoriert oder bestritten wird. Von daher ist die LGBTQI Community als gesellschaftlicher Gegenpol verständlicherweise dazu geneigt und auch dafür da, diese beiden Tendenzen umzukehren. Weiter so!
Aber mir scheint, dass wir uns leider nicht von den zu Unrecht herrschenden Mustern und Einstellungen befreien, indem wir als Gegen-Reaktion und aus Angst davor, von ihnen vereinnahmt zu werden, nur der Gegensatz derer sind. Dass wir uns dabei sogar von ihnen in gewisser Hinsicht ja bestimmen lassen. Stattdessen sollten wir alle Möglichkeiten, die wir haben (gesetzlich und vom Markt her), ausnutzen, um neue, klischeefreiere, genderübergreifende Bilder von Sexualität zu produzieren. Aber ich bin ziemlich zuversichtlich: alle gemeinsam schaffen wir das. Allein dein Artikel über Fisting beweist das. Gut. Jetzt verrate ich es dir: eine von den beiden Flecken auf dem Fisting-Foto bin ich.

(Manuela Kay: Chefredakteurin von L-Mag)

Weihnachtsgeschenk – Teil 2

Veröffentlich von Céline Robinet am 22. Dezember, 2008

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Chère Stefanie,

mit der Heiligen Maria zu ficken, ist echt ein Ding. Ich meine den Dildo in Form von Maria mit der Blume, die sich von ihren Füssen herhebt und die Klit stimuliert. Ach so, stimmt, du nennst sie die “Madonna”. Also mit Madonna zu ficken, ist echt ein Ding. Ok, den Toy habe ich gedreht und mir die knospende Rose lieber von hinten gesteckt. So, ein oder zwei Zentimeter rein, hat erstmal gereicht. Nur die vibrationsfunktion habe ich ausser Acht gelassen – Vibratoren an sich finde ich geil, aber das macht viel zu viel Krach. Krass, wieso hat sich bis jetzt kein-e Erfinder-in genügend mit dem Thema weiblicher Sexualität auseinandergesetzt, um stumme Vibratoren zu erschaffen? Muss doch wohl möglich sein. Apropos, lange habe ich geglaubt, dass diese Teile zum Eindringen vorgesehen sind – eine Art etwas ruhigeres Presslufthammers. Aber non: Am besten sind Vibratoren für die Stimulation der Klitoris geeignet!

Wer hätte das gedacht.

Sowie: Lange, noch bevor ich mit einer bio-Frau Sex hatte, habe ich mich auf einen Doppeldildo gefreut. So einen toy, den wir beide in uns haben, und mit dem wir uns gegenseitig Stösse geben und auch gleichzeitig den Venus-Hügel und die Klit aneinander reiben können, so ein Ding, das nicht rausrutscht und mit dem wir aber auch richtig Liebe machen können. Bisher sind meine Erwartungen nicht ganz in Erfüllung gegangen. Von daher finde ich es super, chère Stefanie, dass du dich damit beschäftigst und bei deinen Kundinnen nachfragst und darauf neue Modelle entwirfst, die dann immer besser werden. Merci.

Ach so, und in gewisser Hinsicht sind wir Lesben dank deinen Spielzeugen ja alle wie Pamela Anderson. Nur, dass wir das Silikon nicht in der Brust sondern umgeschnallt als Schwanz tragen. Ausserdem spritzen wir es uns irgendwie auch selber ein, oder gegenseitig, oder so. Ach, arme Pam, die vorm Schlafengehen ihren Busen nicht abnehmen und ihn auch nicht mit lauwarmem Wasser und Seife oder Spülmittel reinigen kann.

Wie auch immer. Stefanie, “Wellen”, deinen Bestseller mit wellenförmiger Oberfläche, finde ich toll. Aber am meisten freue ich mich über deinen “Klassiker”. Den habe ich mir in Schwarz mit 44 mm Durchmesser und 190 mm Länge gekauft. grins.
(Stefanie Dörr: Gründerin von PlayStixx BERLIN, art-erotic-toys manufacture www.playstixx.de)

Weihnachtsgeschenk – Teil 1

Veröffentlich von Céline Robinet am 22. Dezember, 2008

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Chère Beatriz,

neulich sah ich zwei freundliche Lesben vor einem Stand mit Dildos und Harnessen, wie sie mit grossen Augen staunten: dass es sowas gibt. Wofür denn eigentlich? Nee, wollten sie nicht ausprobieren. Das sei doch bloss das blanke Nachmachen des heterosexuellen Geschlechtsverkehrs.

Also ich verstehe es nicht. Dass es noch Lesben gibt, die nicht wissen, dass es der Möse – und auch dem Arsch – eine grosse Freude bereitet, penetriert zu werden. Nur, weil sie Penetration mit Penis gleichsetzen. Wenn das nicht heisst, die weibliche bzw. lesbische Sexualität vom heteronormativen Muster bestimmen zu lassen! Meine theorie ist, dass wir uns erst dann vom Penis als einzigen Eindringer lösen können, wenn wir die unterschiedlichen Objekte, die zu Penetrationszwecken verwendet werden können: Finger, Dildo, Penis, Faust, Gurke, Stift… auf eine paradigmatische Achse festlegen. D.h. im Grunde ist der Penis wie eine Gurke; die Gurke wie ein Stift, usw; die Paradigmen sind frei nach Laune austauschbar und für sich gleichwertig. Das ist eigentlich so. Obgleich wir im Alltag keine Penisse essen und nicht mit Penissen schreiben. Minuspunkte für Schwänze. Mit Gurken und Stiften werden obendrein weniger Menschen vergewaltigt. Übrigens ist Penetration als fast unumgängliche Praktik des Fickens eine westliche Sichtweise: Im asiatischen Raum, z.b. in Japan, ist das Umhüllen wichtiger – daher hat Bondage dort einen besonderen Stellenwert. Aber wir leben ja im Westen. Daher die Dildos. Die ersten, die in der Lesbenszene kursierten, waren auch oft in Form von Delphinen anzutreffen, um nicht zu erschrecken. Oder als Heilige Maria mit einer Blume, die sich von ihren Füssen herhebt und die Klitoris kitzelt. Es gab auch Würmer. So hot! und heutzutage: Dildos mit blinkendem Ende, damit frau ihre Sexpartnerin im Darkroom lokalisieren kann. Welche in Form von Gurken, die bei der Anwendung ihre grüne Farbe verlieren und gelb werden. Die aber dann nicht zu verwechseln sind mit den Maiskolben-dildos. Da frage ich mich, ob durch die Hitze da drin diese plötzlich zu Popcorn werden. Anyway. Ein dildo ist ein schönes Geschenk. Und nicht nur zu Weihnachten. Auch wenn er genau in eine Socke passt. Da freuen sich doch die Fussfetischisten.

(Beatriz Preciado: Philosophin und Autorin)

Motoradstiefel aus. Stöckel an.

Veröffentlich von Céline Robinet am 21. November, 2008

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Chère Laura,

dass eine Frau auf die Idee kommt, sich eine Hure zu holen! Finde ich toll. Wenn bio-Frauen über Sexarbeit nachdenken, ist das sonst oft fast nur ein “für oder dagegen sein” (sprich: ist Prostitution moralisch vertretbar, d.h. sollen Männer weiterhin Zugang zum weiblichen Körper gegen geld haben?). Oder sie überlegen, ob sie in der Branche auch mal arbeiten könnten. Selten sehen sie sich als potentielle Kundinnen. Anyway, sie haben das Geld nicht. Und wenn schon, wo wäre das passende Angebot für sie? Lesben werden in viele Bordelle erst gar nicht reingelassen, und bio-Männer, die für hetero-Frauen am Geschäftsverkehr teilnehmen, sind dünngesät. Marktlücke. Als lesbenbeauftragte: gut, dass du da bist, Laura.
(Laura Méritt: u.a. Inhaberin vom lesbischen Sexshop Sexclusivitaeten www.sexclusivitaeten.de)

Die Sexkoryphäe

Veröffentlich von Serpil Pak am 14. November, 2008

2 Kommentare

Sehr geehrter Mr. X, danke für deinen Kommentar, gerne kläre ich Dich auf. Als Sexkoryphäe von Kreuzberg ist das meine Aufgabe. Wie ich allerdings zur Sexkoryphäe geworden bin entzieht sich auch meiner Kenntnis. Meine Vermutung: mein sexponierter Tanzstil verleitete zu dieser Wortneuschöpfung. Ich habe diesen Ruf von der Berliner Szene verliehen bekommen. In einer sexlosen Phase meines Lebens hat mir eine Lesbe diesen Satz entgegengerufen, als ich sie anflirten wollte: „Geh weg, ich habe Angst vor dir, du bist als die Sexkoryphäe aus Kreuzberg verschrien!“ ??? Zunächst war ich geschmeichelt, dann bald überfordert. Ich meine, was ist eine Sexkoryphäe, was muss sie alles wissen, was eventuell alles können?
Vor allem: warum hatte mir das bis jetzt niemand gesagt? Dann hätte ich wenigstens ein paar Rechte eingefordert. Wie kann einen der eigene Ruf so dermassen links überholen? Jedoch: Alles was ich mache, mache ich 175 %. Also habe ich versucht erstmal Begrifflichkeiten festzulegen. Ich meine, was gibt es überhaupt für Arten von Sex: horizontal, vertikal, subkutan, sm und latexsex, bio und floralsex, latex und verbalsex, Schwule kürzen gerne alles ab: mm, ns, av, ov, tt … Zuerst habe ich auch in deren Szene recherchiert, aber dann wollte ich nicht weiter im Kakasutra wühlen.
Aber Kreuzberg braucht dringend eine Sexkoryphäe, wer soll sich denn in diesem verbalen Sexchaos noch zurechtfinden. Neueste Entwicklungen sprachlicher Finessen: Ich habe ein befreundetes schwules Paar. Der Schwiegervater nennt den einen seine Schwiegerschwuchtel. Oder eine befreundete Transe, deren Nichte gibt mit ihm immer in der Schule an: du hast eine Tante, du hast einen Onkel, pah …, ich habe einen Tantonkel!!
Also Mr. X, bevor du dich zu einem meiner Seminare anmelden willst, sollte ich dir sagen, eine Sexkoryphäe hat keinen Sex, die beschäftigt sich auf rein theoretischer Ebene damit, heisst ja nicht Sexbombe. Nuttiges Schicksal sagen die Orientalen.

Hat sie oder hat sie nicht?

Veröffentlich von Céline Robinet am 31. Oktober, 2008

1 Kommentar

Cher Jürgen,

erstens möchte ich Dir sagen, dass mir Euer Pornfilmfestival sehr gefallen hat. Sogar einige schöne Lesben-Pornos gab es da! Sonst werden lesbische Szenen oft nur von Männern für Männer gedreht, man braucht sich nur die riesigen langen roten scharfen Fingernägel der Schauspielerinnen ansehen. Glauben die Regisseure wirklich, dass Frauen sich gern die Klitoris mit scharfen Klingen betatschen lassen?
Und zweitens wollte ich dir auch sagen, dass Du, Jürgen, super süß bist.
Als Du bei der Fragerunde nach dem lesbischen Kurzfilm „Uniform“ mit wohlwollendem Blick und deiner unbefleckten Mütze auf dem Kopf die Regisseurin gefragt hast, ob sie der Meinung sei, dass die Sex-Szene authentisch wirke, weil Du als Schwuler keine Ahnung vom weiblichen Orgasmus hast, warst Du echt sexy.
Denn zu Deiner Überraschung endete der wilde Geschlechtsverkehr zwischen einer weisen Schwarzfahrerin und der schwarzen Kontrolleurin damit, dass die Durchgefickte in Tränen ausbrach.
Du hast recht, Jürgen, Frauen spritzen meistens nicht ab – ihr Ejakulat bleibt ein Sonderfall. Klar macht es das schwieriger, festzustellen, wann und ob sie kommt. C’est la vie. Also hier einige Tipps, falls Du künftig einen weiblichen Höhepunkt auf „Echtheit“ prüfen willst:
Für jeden echten weiblichen Orgasmus gibt es bestimmte Signale. Vor dem Höhepunkt beginnt ihre Nase zu laufen. Leicht. Ganz leicht. Die Haut zwischen den Brüsten wird zart Rot. Allmählich verhärten sich ihre Brustwarzen. Ihre Pupillen weiten sich. Ihr Atem wird schneller. Der Hals wird trocken. Sie schluckt. Und zuckt. Der große Zeh richtet sich auf! Erlöst bricht der Körper manchmal vor Freude in Tränen aus. Oui. Das kann kein Mensch vortäuschen. Bei mir fühlt sich das so stark an, dass ich glaube, ich könnte alles machen. Als wäre ich sogar im Stande Wasser zuzunähen. Natürlich kann ich das – ich brauche einfach nur die richtige Nadel.
Du siehst, cher Jürgen, das ist sehr einfach.

(Jürgen Brüning: Erfinder des Berliner Pornfilmfestivals)