Der Tresor mag zwar seit seinem Umzug nicht mehr der alte sein und auch generell nicht unbedingt als eine DER Locations der Community gelten, aber wie sich inzwischen gezeigt hat: Veränderungen sind nicht immer schlecht! Der „neue“ queere Bonito House Club zum Beispiel mausert sich ernsthaft zu einer schwul-lesbischen Alternative zum Feiern gehen und Spaß haben an einem Mittwochabend. Am 1. April spielten hier unter anderen Miss Italia und Liquid Sky. Es war – für unter der Woche – ziemlich gut besucht und tatsächlich überwiegend queer. Nicht nur musikalisch unterscheidet sich die für uns gleichgeschlechtlich Orientierten dieses Konzept vom „ordinären“ Bonito House Club. Die Veranstalter geben sich wirklich Mühe, auch mit Deko, Türpolitik und eben den Künstlern selbst, explizit das Homosexuelle Publikum anzusprechen. Und das gelingt ihnen auch mehr und mehr. So ist ein Großteil der Mitfeiernden nicht aus dem Berliner Speckgürtel angereist und eine Vielzahl der Gäste könnte sich durchaus auch im Schwuz und im GMF an der Theke einen Cocktail bestellen oder dort die Tanzfläche beleben. Alles in Allem scheint sich das Konzept langsam aber stetig durchzusetzen. Weiter so…
mivo
Einträge mit dem Stichwort: Party
Häufig und immer sehr gerne gehe ich im Hafen vor Anker. Als dort jetzt zur März-Revolution geladen wurde kam ich diesem Schlachtruf natürlich sofort nach. Es steckt eben ein alter Revoluzzer in mir. Allem Anschein nach aber nicht nur in mir! Ich sah so viele alte und auch neue Gesichter, dass es mir fast so schien, als würde der Schöneberger Kiez tatsächlich aufrüsten um bald, in naher Zukunft, die Barrikaden zu errichten. Untermalt von klasse Musik, die fernab jeglichen Mainstreams war, amüsierten sich alle der Anwesenden extrem gut und ließen keine Zweifel daran aufkommen: Schöneberg lebt und bebt. Von wegen der neue Homo-Kiez ist nun Friedrichshain – pah!
Allen Unkenrufen zum Trotz, wird mein Kiez mit Nichten den leider häufig beschworenen Verfall erleiden. Niemals. Meine Genossen der vielfältigen Art werden es beweisen. Vielleicht nicht jetzt, aber ziemlich bald. Hier lacht, liebt, tanzt und trinkt man bis zum bitteren Ende. Und wenn das Feuer einst erlischt; sich der Rauch verzogen hat, erkennt das auch der Rest der Stadt! Kommet her und sehet selbst…
mivo
Das Connection feierte ja am Samstag seinen 20. Geburtstag. In Anbetracht dieser Tatsache – und zugegeben auch wegen des aus diesem Anlass ausgeschenkten Freibiers – feierte ich mit. Der erneute Umbau macht sich tatsächlich bemerkbar und auch die neue angepriesene Lichtanlage besteht nicht nur aus einem weiteren Stroboskop. Wie nach einem größeren Umbau allerdings häufig, musste ich mich erst einmal wieder neu orientieren und um- bzw. eingewöhnen. Das Bier half mir dabei naturgemäß nicht wirklich. Letztlich aber gelang es mir doch, den einen oder anderen Bereich zu erkunden und mich sogar auf der jetzt viel größeren Tanzfläche heimisch zu fühlen. Es erging mir also wie den meisten Anwesenden an diesem Abend. Rundum eine gelungene Geburtstagssause und definitiv eine Verbesserung der Lokalität. Auch wenn sich sicher so mancher der männlichen Stammgäste fragen wird, warum der obere Cruisingbereich derart verstümmelt wurde. Da das Konzept aber nun auch fast ausschliesslich „mixed – boys and girls“ heißt, dürften viele der ehemals überwiegend dreibeinigen Besucher wahrscheinlich bald, oder besser gesagt weiterhin und vermehrt, andere Sexclubs aufsuchen. Ich bin wirklich auf die weitere Entwicklung gespannt. Es wäre doch sehr schade, wenn dieses Urgestein des schwulen Nachtlebens, ja diese fast schon institutionelle Einrichtung, der Krise anheim fällt! Sozusagen: Arm und nicht mal mehr sexy…
mivo
Rauher Montag, glatte Woche…
Veröffentlich von nachtschicht am 25. Februar, 2009
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Der wiederbelebte Montag im SO36 mausert sich zum Liebling der Feierwütigen. Egal, ob in den Kurzurlaub oder ein Abstecher ins oval-office, der Montag ist wieder ein fester Bestandteil des Berliner Nachtlebens. So enthusiastisch wie dort, wird in wenigen etablierten locations gefeiert. Das bemerkte ich mal wieder, als ich meiner Lust zu elektronischer Musik zu tanzen, auf diplomatische Weise, im oval-office nachgab. Es waren zwar zwei der angekündigten Künstler ein und dieselbe Person, aber egal: Die Stimmung war toll, die Preise sind noch immer moderat und die Musik ebenfalls noch wie gewohnt hart, aber gut. Auch das überwiegend homosexuelle Publikum war von jung bis alt vertreten und ich dachte unwillkürlich an die “gute alte Zeit” im “electric-ballroom”. Woran es auch immer liegen mag: Das “esso” rockt! Oder: Das SO ist tot, es lebe das SO!
mivo







