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Einträge mit dem Stichwort: Playstixx

Expertinnen-Austausch für Frauen aus der Erotikbranche

Veröffentlich von Céline Robinet am 17. Oktober, 2009

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Während die 13. Internationale Erotik Fachmesse Venus bis zum 18. Oktober auf dem Messegelände in Berlin ihre Stände breit macht, lud gestern Abend Stefanie Dörr, Inhaberin der Manufaktur PlayStixx, zum 5. Expertinnen Austausch für Frauen aus der Erotikbranche ein. Ziel war, eine Plattform für das “Manifest zur Heilung der weiblichen Sexualität”, das Stefanie gerade verfasst, zu schaffen, sowie jede Teilnehmerin in ihrer Berufung als Expertin in der frauenorientierten Erotikbranche zu inspirieren und zu bestärken.

 

 

Am Treffen nahmen ca 20 Frauen teil: Die Veranstalterin des Erotischen Salons in Berlin und die Herausgeberin von Feigenblatt, die beide zusammen das neue Erotik-Internetportal erosa gegründet haben, die Leiterin der Sensuality School, eine PR-Beraterin, einige zum Thema Interessierten sowie InhaberInnen von Sexshops aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien – oder wie einige pflegten zu sagen: von “Erotikfachgeschäften”. Ja, Sprache ist wichtig. Im weiteren Verlauf des Abends wurde darüber diskutiert, wie denn die weibliche Sexualität nicht mit Scham, Lustlosigkeit, Ekel vor der eigenen Vagina oder Angst vor der Hingabe verbunden sein soll, wenn die Sprache immer noch Wörter vorschreibt wie Schambereich, Schamhaare oder Schamlippen… “‘Venuslippen’ wäre doch eine viel schönere Bezeichnung”, sagte Ingrid Mack, Inhaberin der Erotikfachgeschäfte Liebenswert und Condomi in Wien. Ingrid schien sich auch schon intensiv mit Sprache auseinandergesetzt zu haben. Zu der Frage: Wie ist es mit Sextoys? Soll man sie einfach „Sextoys“ nennen? Ja, aber das ist Englisch. Also lieber „Liebesspielzeuge“? Ja, aber die haben nicht unbedingt mit Liebe zu tun, verriet sie uns: “Sex ist ein Grundbedürfnis wie essen und trinken. Für letztere haben wir Lebensmittel – für Sex haben wir „Liebensmittel“. Das Wort habe sie erfunden und patentieren lassen. 

 

Drei Thesen aus dem Manifest von Stefanie Dörr. 

Achtung: Dass die weibliche Sexualität “heilungsbedarf” hat, heisst nicht, dass sie krank ist. Man soll das Heilen eher wie die chinesische Medizin betrachten: da wird vorher geheilt, damit man nicht krank wird!

 

Zu der These, dass ein neues Liebesspielzeug manchmal wichtiger ist als ein neuer Pulli, wurde das Wort “manchmal” unterstrichen.

 

Nach der Diskussion gab es eine schöne Gelegenheit zum Netzwerken und Feiern um ein nettes Büffet.  

 

 

Liebensmittel? © Ingrid Mack. 

 

 

Dass das Sprechen über Sextoys heilsam ist, muss wohl stimmen. Nach anderthalb Stunden Gespräch fühlte ich mich nämlich nicht mehr so müde. Nur, dass es mir mit diesem plötzlichen Wintereinbruch so kalt war, dass ich meinen neuen Pulli angezogen habe. Manchmal ist ein neuer Pulli doch wichtiger als ein neues Liebesspielzeug. 

 

 

Alle Fotos: Enno E. Peter

Weihnachtsgeschenk – Teil 2

Veröffentlich von Céline Robinet am 22. Dezember, 2008

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Chère Stefanie,

mit der Heiligen Maria zu ficken, ist echt ein Ding. Ich meine den Dildo in Form von Maria mit der Blume, die sich von ihren Füssen herhebt und die Klit stimuliert. Ach so, stimmt, du nennst sie die “Madonna”. Also mit Madonna zu ficken, ist echt ein Ding. Ok, den Toy habe ich gedreht und mir die knospende Rose lieber von hinten gesteckt. So, ein oder zwei Zentimeter rein, hat erstmal gereicht. Nur die vibrationsfunktion habe ich ausser Acht gelassen – Vibratoren an sich finde ich geil, aber das macht viel zu viel Krach. Krass, wieso hat sich bis jetzt kein-e Erfinder-in genügend mit dem Thema weiblicher Sexualität auseinandergesetzt, um stumme Vibratoren zu erschaffen? Muss doch wohl möglich sein. Apropos, lange habe ich geglaubt, dass diese Teile zum Eindringen vorgesehen sind – eine Art etwas ruhigeres Presslufthammers. Aber non: Am besten sind Vibratoren für die Stimulation der Klitoris geeignet!

Wer hätte das gedacht.

Sowie: Lange, noch bevor ich mit einer bio-Frau Sex hatte, habe ich mich auf einen Doppeldildo gefreut. So einen toy, den wir beide in uns haben, und mit dem wir uns gegenseitig Stösse geben und auch gleichzeitig den Venus-Hügel und die Klit aneinander reiben können, so ein Ding, das nicht rausrutscht und mit dem wir aber auch richtig Liebe machen können. Bisher sind meine Erwartungen nicht ganz in Erfüllung gegangen. Von daher finde ich es super, chère Stefanie, dass du dich damit beschäftigst und bei deinen Kundinnen nachfragst und darauf neue Modelle entwirfst, die dann immer besser werden. Merci.

Ach so, und in gewisser Hinsicht sind wir Lesben dank deinen Spielzeugen ja alle wie Pamela Anderson. Nur, dass wir das Silikon nicht in der Brust sondern umgeschnallt als Schwanz tragen. Ausserdem spritzen wir es uns irgendwie auch selber ein, oder gegenseitig, oder so. Ach, arme Pam, die vorm Schlafengehen ihren Busen nicht abnehmen und ihn auch nicht mit lauwarmem Wasser und Seife oder Spülmittel reinigen kann.

Wie auch immer. Stefanie, “Wellen”, deinen Bestseller mit wellenförmiger Oberfläche, finde ich toll. Aber am meisten freue ich mich über deinen “Klassiker”. Den habe ich mir in Schwarz mit 44 mm Durchmesser und 190 mm Länge gekauft. grins.
(Stefanie Dörr: Gründerin von PlayStixx BERLIN, art-erotic-toys manufacture www.playstixx.de)