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Einträge mit dem Stichwort: Prostitution

Tag 4: Neue Perspektiven

Veröffentlich von berlinale2010 am 14. Februar, 2010

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So das wars. Wenn ich mal alt bin, werde ich Prostituierte. Schuld ist die Berlinale und ein Film namens “Frauenzimmer” (Perspektive Deutsches Kino), der so beeindruckend liebevoll das Leben dreier Frauen über 50 dokumentiert, die als Prostituierte arbeiten. Anrührend und witzig zu gleich erzählen die von ihrem Alltag und dem Spaß den sie dabei haben, denn welche Frau in dieser Altersgruppe kriegt schon noch regelmäßig Sex von zumeist jungen Kerlen. Der Sex innerhalb ihrer Ehe hat allen Damen wohl nicht soviel gebracht: ” „Jetzt bin ich in dem Alter, in dem ich Sex genieße wie eine 20-jährige. Vorher war es
immer eine Dienstleistung am Ehemann.“

Eine der Damen arbeitet als Domina und hat zur Filmpremiere gleich mal ihren Sklaven mitgebracht, der brav auf der Bühne stand und Herrin beklatschte. Der Film ist übrigens eine Abschlussarbeit einer jungen Filmemacherin der Filmakademie Baden-Württemberg, die als sie auf der Bühne stand so unschuldig aussah, als müsste man ihr das mit den Bienchen und Blümchen erstmal erklären. Leider habe ich kein Foto gemacht. Ich bitte dies zu verzeihen aber der Anblick der dominanten Karolina, die mit ihren 64 Jahren im Minirock auf der Bühne stand und aussah, wie die lack- und lederbetuchte Version von Sophia Loren, hat mich aus dem Konzept gebracht.

Beatrice

Motoradstiefel aus. Stöckel an.

Veröffentlich von Céline Robinet am 21. November, 2008

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Chère Laura,

dass eine Frau auf die Idee kommt, sich eine Hure zu holen! Finde ich toll. Wenn bio-Frauen über Sexarbeit nachdenken, ist das sonst oft fast nur ein “für oder dagegen sein” (sprich: ist Prostitution moralisch vertretbar, d.h. sollen Männer weiterhin Zugang zum weiblichen Körper gegen geld haben?). Oder sie überlegen, ob sie in der Branche auch mal arbeiten könnten. Selten sehen sie sich als potentielle Kundinnen. Anyway, sie haben das Geld nicht. Und wenn schon, wo wäre das passende Angebot für sie? Lesben werden in viele Bordelle erst gar nicht reingelassen, und bio-Männer, die für hetero-Frauen am Geschäftsverkehr teilnehmen, sind dünngesät. Marktlücke. Als lesbenbeauftragte: gut, dass du da bist, Laura.
(Laura Méritt: u.a. Inhaberin vom lesbischen Sexshop Sexclusivitaeten www.sexclusivitaeten.de)