Siegessaeule BlogSchwul-lesbischer Blog für Berlin und Deutschland

Einträge mit dem Stichwort: Tom Tykwer

Sammelsurium # 01: Armin Müller-Stahl

Veröffentlich von berlinale am 6. Februar, 2009

1 Kommentar

Ist das echte, wahre Leben oder das Leben der dargestellten Figuren interessanter?

Jack Lemmons Antwort darauf soll ja gewesen sein: „Im Film – das ist ja das Tolle – kann ich Dinge machen, die ich im wahren Leben niemals dürfte: Saufen, meine Frau schlagen, Möbel zertrümmern!“

Armin Müller-Stahl dagegen – der in „The International“ den Stasi-Oberst Wilhelm a.d. gibt – sieht das anders: „Ich hab mein reelles Leben lieber, in Filmen bin ich viel zu oft erschossen worden.“

Und da macht „The International“ keine Ausnahme …

Tom Tykwer und Armin Müller-Stahl

Tom Tykwer und Armin Müller-Stahl

Simone Veenstra

Von Hunden und Herrchen

Veröffentlich von berlinale am 5. Februar, 2009

Kommentare deaktiviert

Clive Owen und Tom Tykwer - The Secret Twins

Clive Owen und Tom Tykwer - The Secret Twins

Jetzt also ist es amtlich – Tom Tykwer und Clive Owen sind eineiige Zwillinge, bei Geburt getrennt. Rund 90 % der Zuschauer von „The International“ und anschließender Pressekonferenz fiel das auf (also schon kein Geheimnis mehr), aber nur etwa 50 % wagten auch öffentlich danach zu fragen.

6 Punkte, die man dazu wissen sollte:

1) „Das geht mir nicht nur hier so“, erklärt Tom Tykwer und verweist darauf, dass diese sich magisch einfindende Ähnlichkeit zwischen ihm und seinen Hauptdarstellern öfters passiert. Zum Beispiel bei Ben Whishaw („Das Parfum“) und Ulrich Matthes (in den „Winterschläfer“).

2) „Und es liegt sicher nicht daran, dass ich mich so gerne in meinen Hauptfiguren wiederfinde. Beim Parfum war das definitiv nicht so!“

3) „Allerdings sollte die Hauptfigur in einem Film natürlich immer auch Identifikationsfigur sein – also auch für den Regisseur.“

4) „Na, und da so ein Film ja immer eine Gemeinschaftsproduktion ist, sei an dieser Stelle verraten, dass die ganze Crew sich am Ende ein wenig ähnlich sehen!“

5) „Das ist ein bisschen wie bei Pärchen, die schon Jahre lang zusammen sind, da weiß man am Schluss auch nicht mehr, wer wer ist.“

6) Zum Glück ist es nicht irreversibel – außer vielleicht diesmal?? (siehe Foto)

Was „The International“ betrifft, lässt sich festhalten:

Der Anfang hat sich gewaschen: Ein Tod kombiniert mit einem Unfall. Zu sehen – leider – bereits im Trailer, deswegen soll hier nicht zu viel verraten werden: Aber es klingelt in den Ohren.

Ein Film, der sich was traut. Denn den Showdown feuert er im zweiten Akt ab, bleibt trotzdem spannend und dem eigen gewählten Genre „psychotic – paranoiac Thriller“ treu!

Und ja, natürlich trifft er voll den Nerv der Zeit. Trotzdem sollte man ihn nicht nur unter der Käseglocke der Finanzkrise sehen, das würde ihm nicht ganz gerecht.

Simone Veenstra