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Einträge mit dem Stichwort: transgenialer CSD

Bushido ist ein Pisser

Veröffentlich von Céline Robinet am 28. Juni, 2009

2 Kommentare

Chère Daniela,

der Rapper Bushido ist ein Pisser. Du hast recht. Auch wenn wir alle in irgendeiner Form pissen, beim Liegen, Sitzen oder Stehen, in Kloschüsseln oder Münder, auf nackte Körper oder in den Schnee, wie man warmen Kaffee in kalten Milchschaum gießt.

Gestern traf der Zug des transgenialen CSD den Rapper an einer Imbissbude am U-Bahnhof Schlesisches Tor. Du, chère Daniela, hattest die Moderation am Hauptwagen übernommen aber dank eines kabellosen Mikrofons konntest du durch die Menge. Als du den Pisser entdeckt hast, der dabei war seine Pommes zu essen, sagtest du lautstark ins Mikro, was du von ihm und seinen frauenfeindlichen und homophoben Songs hältst. Bushido konnte sich seine Hetze nicht verkneifen und beschimpfte die Demo. Ausdrücke wie lesbische Fotzen und Schwuchtel fielen. Natürlich.

Manche meinen, dass man niemand dazu bringt, über sein Handeln und seine Homophobie nachzudenken, indem man ihn an den Pranger stellt und sich damit auf sein niedriges Niveau begibt. Wie denn dann? Hätte das Orgateam vom transgenialen CSD Bushido zur Abschlußkundebung am Heinrichplat zu einem netten, kleinen Auftritt einladen sollen? Zur Erinnerung: 2007 hatte die „Bravo“-Zeitschrift eine Veranstaltung gegen Gewalt an Schulen organisiert. Zu dem Anlaß war Bushido am Brandenburger Tor aufgetreten. Auf Aufruf von homosexuellen Vereinigungen hatten rund 50 Menschen dagegen demonstriert. Daraufhin hatte Bushido den Mittelfinger gezeigt und von der Bühne herab gesagt: “Die Wichser können demonstrieren, sich aufhängen – ich scheiß drauf”.

Ich bin sonst ein ruhiger Mensch – zumindest bilde ich mir das ein – und ich sehne mich nach Harmonie. Aber es gibt Momente, wo das nicht mehr geht.

Also chère Daniela, bravo für deine Aktion, du warst toll!

Und es leben die kabellosen Mikrofone!

(Daniela: Queer Aktivistin)

(Photo: Björn Kietzmann, Quelle: Berliner Morgenpost)

Can fetish save the Kanal?

Veröffentlich von Céline Robinet am 27. Juni, 2009

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Chers Fetischisten,

Schwarzer Kanal ist räumungsbedroht. Nein, nicht die Fernsehsendung der DDR:  Schwarzer Kanal ist ein Lesben-, Frauen-, Trans-Wagenplatz am Spreeufer in der Mitte von Berlin, ein autonomer, linksradikaler und kreativer Ort, wo queere Kultur umsonst oder gegen Spende angeboten wird, wo Filme gezeigt werden und Konzerte stattfinden, da, neben dem großen, warmen Lagerfeuer sowie, hm, Politik, das verruchte Wort.

Nun wird der Besitzer des Geländes, das Bauunternehmen Hochtiefauf einem Nachbargrundstück beginnen zu bauen und braucht den Schwarzen Kanal für die Baulogisitk.

Also oft freue ich mich, meine Post zu holen. Und Andere bekommen eine Mietvertragskündigung. Was de facto eine Räumung bedeutet.

Als Unterstützung für den Schwarzen Kanal wird es heute auf dem transgenialen CSD einen Internationalen Fetisch Block geben: Ponys, Matrosen, Rugbyspieler und Bauarbeiter…

Start: 14 Uhr am Boxhagener Platz

Abschlußkundgebung: ca. 18 Uhr am Heinrichplatz. Mit Shows und so.